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Mouton, Mouton, true Jean
* --vor 1459 Samer?/F, † 1522 -10-3030.10.1522 St. Quentin/F. Komponist. M., einer der produktivsten und einflussreichsten Motettenkomponisten um 1500, war spätestens seit 1509 bis zu seinem Tod am französischen Hof tätig. Von seinen weit verbreiteten Werken sind zahlreiche in von P. Alamire gefertigten Handschriften erhalten. Dass Musik von M. zum Repertoire der Kapelle Maximilians I. gehörte, zeigt weiterhin die Aufnahme einer Motette in den von L. Senfl besorgten Sammeldruck Liber selectarum cantionum 1520. Von P. Maessins liegt die Bearbeitung einer Chanson M.s vor. Die Klosterbibliothek von St. Florian besitzt mit dem Fragment A-SF XI 622, das zwei Stimmen der Motette Sancti Dei omnes enthält, das bislang einzige bekannte Manuskript eines Werkes M.s in Österreich. Die Abschrift dürfte im 1. Drittel des 16. Jhs. entstanden sein.
Werke
W (erhalten): ca. 100 Motetten, 9 Magnificat, 15 Messen, 25 Chansons. – NA: M. Eybl/O. Wessely (Hg.), Pieter Maessins, Sämtliche Werke 1995 (= DTÖ 149).
Literatur
NGroveD 17 (2001); W. Senn in [Kat.] Maximilian I. Innsbruck 1969; H. Kellmann (Hg.), The Treasury of Petrus Alamire 1999; Mitt. R. Klugseder.

Autor(en)
Markus Grassl
Empfohlene Zitierweise
Markus Grassl, Art. „Mouton, Jean‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]