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Šantel, Šantel, true Saša (Aleksander)
* 1883 -03-1515.3.1883 Görz/Istrien (Gorica-Gorizia/I), 1945 -07-011.7.1945 Ljubljana. Maler und Komponist. Nach der Matura und privatem Malerei- und Musikstudium studierte er 1901–04 an der Kunstgewerbeschule, auch an der Universität in Wien, wo er 1906 das Studium der Ästhetik und der Musikwissenschaft (bei G. Adler) absolvierte. Nach 1906 unterrichtete er in Slowenien (in Laibach, Capodistria [Koper]), in Mitterburg [Pazin/HR] und Susak [Sušak/HR], vervollkommnete sich 1913 in München/D und unterrichtete die letzten 25 Jahre wieder in Laibach. Charakteristisch für seinen Stil als Maler und Graphiker sind der Impressionismus und v. a. der Jugendstil. Vornehmlich porträtierte er Musiker, 1936 schuf er in Öl ein inhaltlich bedeutendes Gruppenporträt von 38 slowenischen Komponisten. Als Musiker Autodidakt, komponierte er schon in Wien, spielte Violoncello in mehreren Orchestern, auch Orgel, leitete Chöre und Orchester, schrieb und veröffentlichte Chöre, Lieder und Instrumentalmusik, v. a. in der Zeitschrift Novi akordi. Fast 100 Kompositionen in einfachem Ausdruck, in klarer Form, satztechnisch einwandfrei, in romantischer Tonsprache bestätigen Š. als einen einfallsreichen und technisch versierten Komponisten.
Werke
Vokalmusik (Chöre, Lieder), vokal-instrumentale Werke (Messe, Kantaten), Bühnenmusik (Operette), Kammermusik (Sonaten f. V., V. u. Kl., Vc. u. Kl., Klar. u. Kl., Va. u. Kl., 2 Trios, Streichquartett in A-Dur 1905), Orchestermusik (Suite für Streichorchester, 1926; Slowenische Suite, 1936).
Literatur
ÖBL 9 (1988); D. Cvetko in Muzička enciklopedija 3 (1977); J. Čopič/R. Hrovatin in Slovenski Biografski Leksikon 4 (1960–71); I. Jelerčič, Pevsko izročilo Pimorske [Die gesangliche Überlieferung des Küstenlandes] 1980.

Autor(en)
Tomaž Faganel
Empfohlene Zitierweise
Tomaž Faganel, Art. „Šantel, Saša (Aleksander)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]