László, Alexander (Sándor)
* 22.11.1895 Budapest, † 17.11.1970 Los Angeles/USA. Pianist, Dirigent, Komponist. L. studierte zunächst 1903–14 Klavier und Komposition an der ungarischen Nationalakad. in Budapest und übersiedelte 1915 nach Deutschland, wo er Konzerttourneen unternahm und erste Tanzpantomimen schrieb; 1921 als Dirigent des Dresdner Philharmonischen Orchesters in Schweden. Anschließend weitere Studien in München bei Adolf Sandberger und Paul Becker, während dieser Zeit intensive Beschäftigung mit der Thematik der Farblichtmusik (Farbe-Ton-Beziehung); Entwicklung eines Farblichtklaviers (Sonchromatoskop) und einer eigenen Notationsform (Sonchromographie). 1928–33 Musikdirektor beim Emelka Filmkonzern in München und Prof. an der deutschen Schule für Theater und Film. Als Halbjude 1933 Emigration (Exil) nach Ungarn, hier Dirigent des Ungarischen Tonfilm Orchesters und Filmproduktionsmanager. 1938 ging L. in die USA, wo er sich zunächst in Chicago (Prof. am Institute of Design) sowie New York aufhielt und an der Weiterentwicklung der Farblichtmusik arbeitete. 1943–48 als Dirigent und Komponist in Hollywood tätig, hier entstanden v. a. Filmmusiken für Fernsehserien. Danach beim amerikanischen Rundfunk und Leiter des Musikverlages Guild Publications.
W: Bühnenwerke (Das Mädchen, The Private’s Opera, Musik zu Ein Sommernachtstraum), Orchesterwerke (This World – Tomorrow für die Weltausstellung in Seattle/USA 1964), Filmmusiken (über 2450 Produktionen für Fernsehfilme; Boykott, My little Magie), Klavierstücke, Lieder, Bearbeitungen von Werken J. S. Bachs.
Schr: Die Farblichtmusik 1925.
Lit: NGroveD 14 (2001); E. H. Müller (Hg.), Dt.s Musiker-Lex. 1929; Orpheus im Exil 1995; Riemann 1961 u. 1975; F-A 1936 u. 2 (1978); Kürschner 1954; MGG 3 (1995) [Farbe-Ton-Beziehung] u. 3 (1954) [Farbenmusik].


ChF  
[ Zuletzt aktualisiert: 2010/03/22 09:11:38 ]

        [ LOGIN... ]

        Eine Neuanmeldung kann unter Menüpunkt "Registrieren" durchgeführt werden.


Home ] [ Musikforschung ] [ Elektronisches Publizieren ]
Akademie ] [ Redaktion ] [ Verlag ]

Quelle: Österreichisches Musiklexikon, Kommission für Musikforschung
Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
© 2002–2011 Alle Rechte vorbehalten ISBN: 978-3-7001-3077-2