Logo IKM
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Stenzl, Stenzl, true Jürg Thomas
* 1942 -08-2323.8.1942 Bern. Musikwissenschaftler. Nach Flöten- und Violinunterricht im Kleinkindalter studierte St. ab 1961 Oboe und 1963–68 Musikwissenschaft, Deutsche Literatur und Philosophie an der Univ. Bern; 1965 Studienaufenthalt an der Univ. Paris. 1969–74 war er Assistent an der Univ. Freiburg/CH (Habil. 1974), 1980–91 dort Titular-Prof. Gastprofessuren führten St. nach Berlin (1988–90), Cremona/I (1990) und in die Schweiz. 1992/93 künstlerischer Direktor der Universal Edition in Wien, 1993 zweite Habilitation an der Univ. Wien, 1994–96 Gastprof. an der MHsch. Graz. Seit dem Wintersemester 1996/97 ist St. Ordinarius für Historische Musikwissenschaft und Institutsvorstand an der Univ. Salzburg (Nachfolge G. Croll). Daneben Tätigkeiten als Programmberater der Donaueschinger Musiktage (seit 1994) sowie als Musikkritiker für Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen. 1975–83 Herausgeber der Schweizerischen Musikzeitung, 1982–88 Organisator von Kongressen in Boswil/CH, 1985–94 von Konzertreihen in Freiburg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Musikgeschichte des Mittelalters, bei Arcangelo Corelli, G. F. Händel und im 20. Jh. (L. Nono, A. Berg).
Schriften
Die vierzig Clausulae der Hs. Paris, Bibliothèque nationale latin 15139 (Saint Victor-Clausulae), Diss. Bern 1968 (Druck: 1970); Studien zur Überlieferung mittelalterlicher Musik, dargestellt an Quellen der Diözese Sitten, Hab.schr. Freiburg 1974; Von Giacomo Puccini zu Luigi Nono. Italienische Musik 1922–1952: Faschismus – Resistenza – Republik, Hab.schr. Wien 1993; (Hg.) Carla Carissima. Carla Henius u. L. Nono. Briefe, Tagebücher, Notizen 1995; L. Nono 1998; zahlreiche Fachartikel. – (Hg.) A. Corelli, Historisch-kritische GA der musikalischen Werke 2 (1996) [Sonate da Camera op. 2 u. 4].
Literatur
NGroveD 24 (2001); Salzburger Nachrichten 21.1.1999; www.sbg.ac.at/mus/personal%20stenzl.htm (9/2005).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Stenzl, Jürg Thomas‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 30/09/2005]