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Vivenot, Vivenot, true Rudolf Ritter von
* 1807 -07-033.7.1807 Wien, 1884 -06-3030.6.1884 Gut Berghof bei Lilienfeld/NÖ. Mediziner, Musikdilettant. Sohn des Arztes Dominik Edler v. V. (1764–1833), studierte Medizin an der Univ. Wien (Dr. 1830) und wirkte als geachteter Arzt, betätigte sich daneben als Musikdilettant (Dilettant) und ließ ca. 40 Kompositionen im Druck erscheinen. 1848 gründete er den Konstitutionell-monarchischen Verein; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. 1868 wurde er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war V. Direktor des Unterstützungsvereines für Witwen und Waisen des medicinischen Doctoren-Collegiums. Er war in dritter Ehe mit der Hofopernsängerin M. Hellwig (geb. Swatosch) verheiratet. Seine älteren Söhne: Rudolf (1834–70), Mediziner (publizierte v. a. über Themen zur Klimaforschung); Alfred (1836–74), Historiker. – 2004 erschien der Katalog der Autographensammlung V., begründet von R. Ritter v. V., mit den Originalmanuskripten der Festschrift zum zehnjährigen Regierungsjubiläum Kaiser Franz Josefs.
Gedenkstätten
V.-Gasse (Wien XII).
Ehrungen
Ritter des Ordens der eisernen Krone 3. Klasse 1866; Ritterstand 1867; zahlreiche ausländische Orden.
Werke
Klaviermusik; Lieder f. Singstimme u. Kl.
Schriften
Andeutungen über Gastein u. dessen Anstalten zu Wildbad u. Hofgastein 1839.
Literatur
Czeike 5 (1997); E. Lesky, Die Wr. Medizinische Schule im 19. Jh. 21978; Wurzbach 51 (1885) [mit WV]; Slg. Moißl.

Autor(en)
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Vivenot, Rudolf Ritter von‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]