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Greiner, Greiner, true Johann Lorenz
* 1781-09-1212.9.1781 Graz, † 1841-01-1212.1.1841 Graz. Musikalienhändler. Nach dem Besuch von Gymnasium und Lyzeum in Graz trat er 1802 in die Buchhandlung von F. Ferstl in der Grazer Herrengasse ein. 1808 heiratete er Josephine Drasenberger. Ferstl war Taufpate seines Sohnes Franciscus Seraphicus (* 29.5.1810 Graz). Nach Ferstls Tod übernahm G. die Buchhandlung, an der zuvor bereits Teilhaber gewesen sein dürfte. 1823 brachte er eine vierteljährlich erscheinende Musikalische Blumenlese des steyermärkischen Musikvereins (beginnend mit der Klaviersonate op. 10 des Schubert-Freundes A. Hüttenbrenner als erstem und vier Liedern von Ferdinand Wilhelm Bonora, einem J. Dambeck, B. Randhartinger und F. Wiesner [F. Livadic] als zweitem Heft; mehr derzeit [2020] nicht nachweisbar, vgl. Pränumerationsaufruf in der Wiener Allgemeinen musikalischen Zeitung 1823) heraus. 1825 er hielt er eine „neue Befugnis“ für eine „Kunst-, Musikalien- und Papierhandlung“ in Graz. Später brachte er hier auch mehrere Einzeldrucke (u. a. Radetzky-Quadrille eines gewissen Anton Rauchleitner, Röschen-Quadrille von J. Stolz, s. Abb.) heraus. Nach seinem Tod übernahm zunächst seine Frau Witwe Josepha, später Sohn Johann Lorenz jun., Gründer des Grazer MGVs, die Firma, 1852 dann K. Tendler.
Ehrungen
Ehrenmitglied des Steiermärkischen Musikvereins.
Literatur
StMl 1962–66 u. 2009; R. Flotzinger (Hg.), Quellen zur österr. Musikgesch. 1982, 86; Grazer Tagbl. (Abendausgabe) 7.9.1915, 2; Grätzer Ztg. 14.1.1841, [4], 7.10.1841, [5]; Taufbuch der Pfarre Graz-Hl. Blut 1806-12, fol. 180; Allgemeine musikalische Ztg. 26.11.1823, Sp. 756f; Sterbebuch der Pfarre Graz-Hl. Blut 1830-61, pag. 165; eigene Recherchen.

Autor(en)
Rudolf Flotzinger
Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Greiner, Johann Lorenz‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 25/04/2003]