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Massarek Massarek true (Massareck), Franz (Pseud. F. Maregg)
* 1902-07-099.7.1902 Nezamislitz/Mähren (Nezamyslice u Prostějova/CZ), † --vermisst 1940 (Ort?). Schauspieler und Librettist. Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie. Über seine Ausbildung ist nichts bekannt, er dürfte sich allerdings schon frühzeitig als Schauspieler und Schriftsteller betätigt haben. 1920 jedenfalls trat er als Schauspieler bei einem Gastspiel am Landestheater in Linz auf. 1923/24 führte ihn ein Engagement ans Stadttheater nach Salzburg, wo er für jugendhafte Helden- und Liebhaber-Rollen eingesetzt wurde. Es folgten Auftritte 1924 an der Goethe-Bühne in Berlin, 1925/26 an den Münchner Kammerspielen, 1926 am Stadttheater in Baden bei Wien sowie 1926/27 am Lustspieltheater und an der Renaissancebühne, beide in Wien. 1928–33 hatte er ein Engagement am Neuen Theater in Frankfurt am Main/D. Um 1931 wurde er an das Deutsche Theater wiederum nach Berlin berufen, wo er nebenbei mit N. Dostal, den er ca. 1920 in Czernowitz kennengelernt hatte, zwei Operetten schuf. 1936 trat er wieder in Wien auf, diesmal am Deutschen Volkstheater und bei einem Gastspiel des Ensembles des Theaters an der Wien. Er wurde am 20.10.1939 aus Wien II, Praterstraße 66 nach Nisko/PL deportiert und dürfte unter der NS-Besatzung ums Leben gekommen sein. Hinweise deuten darauf hin, dass er als Schriftsteller mehrere Pseudonyme benutzte.
Gedenkstätten
Gedenkstein Praterstraße 66 (Wien II, s. Abb.).
Werke
Operettenlibretti (gem. m. Charles Amberg Clivia [M: N. Dostal] 1933; gem. m. Rudolf Köller Die Vielgeliebte [M: N. Dostal] 1934); Theaterstücke (Kuckuckseiland 1931, Der gelbe Affe o. J.).
Literatur
N. Dostal, Ans Ende deiner Träume kommst du nie 1982; G. Mandler, Interesting Times. An Encounter With The 20th Century 1924–, 2013; [Linzer] Tages-Post 19.6.1920, 8; Salzburger Wacht 2.10.1923, 5, 9.9.1924, 5; NFP 11.8.1924, 6; Neues Wr. Journal 21.9.1926, 11, 21.1.1927, 11, 5.12.1928, 11, 18.3.1931, 10; Badener Ztg. 20.10.1926, 4; Der Tag 25.9.1926, 8, 4.10.1936, 12; Illustriertes Familienbl. 1926, H. 21, 2; Kikeriki 15.5.1927, 5; Das interessante Bl. 10.3.1927, 13; Die Stunde 20.10.1936, 4; Wr. Ztg. 26.9.1926, 4; Allgemeine Ztg. am Morgen (München) 9.2.1926, 3; Volksfreund (Baden) 2.9.1929, 3; Berliner Börsen-Ztg. (Abendbl.) 22.10.1924, 3; Berliner Tagbl. u. Handels-Ztg. 22.10.1924, 2; Badische Presse (Morgenbl.) 12.11.1930, 2; Dt. Allgemeine Ztg. (Morgenbl.) 29.10.1930, 6; Bielefelder General-Anzeiger 24.10.1925, 3; Index der Geburts-, Tauf- u. Sterbematriken der IKG Kojetín/CZ 1846–1934, fol. 25; https://yvng.yadvashem.org (7/2022); www.doew.at (7/2022); www.ancestry.com (7/2022); www.memento.wien (7/2022); https://steinedererinnerung.net (7/2022); www.ushmm.org (7/2022); www.familysearch.org (8/2022); Mitt. Bezirksarchiv Přerov/CZ (7/2022); Mitt. Stadtarchiv Frankfurt am Main (7/2022); Mitt. Roswitha Hammer (8/2022); eigene Recherchen (Universitätsarchiv Salzburg [Nachlass N. Dostal]; www.anno.onb.ac.at; https://vademecum.nacr.cz/; https://zeitpunkt.nrw; www.deutsche-digitale-bibliothek.de).

Autor*innen
Karoline Hochstöger
Letzte inhaltliche Änderung
16.2.2023
Empfohlene Zitierweise
Karoline Hochstöger, Art. „Massarek (Massareck), Franz (Pseud. F. Maregg)“, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 16.2.2023, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x003e1043
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
Steine der Erinnerung, Praterstraße 66 (Wien II)© 2022 Karoline Hochstöger
© 2022 Karoline Hochstöger
Steine der Erinnerung, Praterstraße 66 (Wien II), Ausschnitt© 2022 Karoline Hochstöger
© 2022 Karoline Hochstöger

DOI
10.1553/0x003e1043
GND
Massarek (Massareck), Franz (Pseud. F. Maregg): 126372470
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