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Melkus, Melkus, true Eduard
* 1928 -09-011.9.1928 Baden bei Wien/NÖ. Geiger, Bratschist. Studierte Geige 1949–53 in Wien an der MAkad. bei Ernst Moravec, weiters 1953 in Paris bei Firmin Touche, 1956 in Zürich/CH bei Alexander Schaichet und 1958 bei Peter Rybar in Winterthur/CH; 1951–53 Studium der Musikwissenschaft an der Univ. Wien (bei E. Schenk). 1955/56 Solo-Bratschist beim Tonhalle-Orchester in Zürich, 1955–58 Primgeiger des Neuen Züricher Quartetts; 1958 Prof. für Violine und Viola an der Wiener MAkad. (1973 o. Prof., 1996 emeritiert). Gründete 1965 die Capella Academica Wien, die auf alten Instrumenten bzw. Kopien Barockmusik spielt (alte Musik, Aufführungspraxis), weiters Leiter des Ensembles E. M.; pflegt auch weiterhin das klassisch-romantische Repertoire auf modernen Instrumenten sowie zeitgenössische Musik (1962 UA des ihm gewidmeten Violinkonzertes von E. Wellesz); hält (2004) Meisterkurse auf der ganzen Welt.
Ehrungen
Dt. Schallplattenpreis; Edison-Preis; Kulturpreis der Stadt Baden; Ehrenmedaille der Stadt Wien; Großes Verdienstkreuz der Republik Österreich.
Schriften
Die Violine. Eine Einführung in die Gesch. der Violine und des Violinspiels 1973; Neue Wege zur Interpretation der Alten Musik in M. Nagy (Hg.), [Fs.] J. Mertin 1994; zahlreiche Aufsätze zu aufführungspraktischen Fragen.
Literatur
NGroveD 16 (2001); InterpretenL 1992; A. Schmid, E. M. Diskographie, Bibliographie 1988; Who is who in Öst. 1997; Baker 1984.

Autor(en)
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Melkus, Eduard‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]