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Rosenthal, Rosenthal, true Karl (später Carl) August
* 1904-04-1616.4.1904 Wien, † 1993-09-044.9.1993 Greenwich, Connecticut/USA. Musikwissenschaftler. Er studierte ab 1922 Musikwissenschaft an der Univ. Wien u. a. bei G. Adler, W. Fischer, A. Orel, R. Lach, H. Gál und E. Wellesz (Dr. phil. 1926), anschließend war er Assistent bzw. Mitarbeiter Adlers. 1925–32 lehrte er am Volksheim Ottakring (Wien XVI) und hielt zahlreiche Vorträge (auch im Radio). Ab 1929 war er wirkendes Mitglied und 1931–39 Sekretär der Denkmäler der Tonkunst in Österreich. Im März 1938 verlor er seine Anstellungen und emigrierte 1940 über Triest nach New York/USA (Exil). Hier arbeitete er zunächst als Musikkopist. Später legte er selbst Ausgaben, Arrangements und Klavierauszüge von Werken W. A. Mozarts, St. Bernardis oder Dimitri Schostakowitschs vor (u. a. für den Verlag G. Schirmer). Ab Ende der 1960er Jahre betätigte sich R. als Musikherausgeber bei Oxford University Press in New York. 1983–86 war er Redaktionsmitglied der American Society for Jewish Music. Mit seiner Frau Else (Elsa) Spitz (* 3.10.1907 Wien, † 9.9.1988 Westchester County, New York) hatte er die Kinder Gertrud R. (* 17.3.1937 [Ort?/D], später Susan, verh. Shimer) und John R. (* 1940 [Ort?]/USA).
Ehrungen
Ehrenmitglied der ÖGMw.
Schriften
Über Vokalformen bei Mozart, Diss. Wien 1926 (gedruckt in StMw 14 [1927]); Steffano Bernardis Kirchenwerke in StMw 15 (1928); Zur Stilistik der Salzburger Kirchenmusik v. 1600 bis 1730 in StMw 17 (1930) u. 19 (1932); Die musikalischen Fragmente der Sammelhs. 4337 der österr. Nationalbibliothek in StMw 21 (1934); Practical Guide to Music Notation for Composers, Arrangers and Editors 1967; Der Einfluß der Salzburger Kirchenmusik auf Mozarts kirchenmusikalische Kompositionen in MozartJb 1971/72; weitere Aufsätze u. Artikel (s. Verzeichnis bei Hintermaier 1995). – Hg.: St. Bernardi Kirchenwerke (DTÖ 69 [1929]) u. Salzburger Kirchenkomponisten (DTÖ 80 [1936], gem. m. C. Schneider).
Literatur
E. Hintermaier in Mitt. d. ÖGMw 28 (Juni 1995); Kürschner 1954; Riemann 1961 u. 1975; F-A 2 (1978); E. Th. Hilscher, Denkmalpflege u. Musikwissenschaft 1995; MGÖ 3 (1995); Der Tag 6.12.1932, 7, 11.9.1934, 8; Radio Wien 3.8.1934, 17, 14.1.1938, 17; Archiv oeml-Redaktion, Autobiografisches Material; Declaration of Intention State of New York No. 464167, 16.6.1940 (www.ancestry.com; 12/2020); www.demos.ac.at (1/2021); http://archiv.vhs.at (12/2020); www.hohenemsgenealogie.at/ (12/2020); www.geni.com (12/2020); Mitt. Orpheus Trust.
Autor*innen
Christian Fastl
Meike Wilfing-Albrecht
Letzte inhaltliche Änderung
9.4.2021
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl/Meike Wilfing-Albrecht, Art. „Rosenthal, Karl (später Carl) August‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 9.4.2021, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x00075c86
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN

DOI
10.1553/0x00075c86
GND
Rosenthal, Karl (später Carl) August: 128198982
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