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Bülow, Bülow, true Hans Guido Freiherr von
* 1830-01-088.1.1830 Dresden/D, 1894-02-1212.2.1894 Kairo. Dirigent, Pianist und Komponist. Erster Klavierunterricht bei Friedrich Wieck, später bei F. Liszt in Weimar/D, Musiktheorie bei Moritz Hauptmann in Leipzig/D. Erste Konzertreisen durch Deutschland und Österreich, seit 1867 Hofkapellmeister in München (UA.en von Tristan und Isolde, Die Meistersinger von Nürnberg), 1872–77 als Virtuose ständig auf Reisen (UA des 1. Klavierkonzertes in b-Moll von Peter I. Tschaikowsky 1875 in Boston, MA/USA), 1877–79 Hofkapellmeister in Hannover/D, 1880–85 Hofmusikintendant in Meiningen/D. 1884 mit dem Meininger Orchester Gastspiel in Graz (dabei trat auch J. Brahms als Pianist und Dirigent auf) und Wien (u. a. von A. Bruckner besucht, der B. als Dirigent überaus schätzte), seit 1886 Leitung der Hamburger Abonnementskonzerte, dazu seit 1887 Leiter der Berliner Philharmonischen Konzerte. B., der von Rich. Wagner überaus stark geprägt wurde, war zunächst Verfechter der Neudeutschen Schule Liszts, bevor er Anhänger von J. Brahms wurde, dessen Werke er mit der Meininger Hofkapelle zu verbreiten suchte. B. schätzte anfänglich A. Bruckner, später gab es abfällige Urteile (mit Ausnahme des Te Deum).
Werke
Klavier- und Orchesterwerke (Symphonische Dichtungen Des Sängers Fluch und Nirwana); Lieder.
Literatur
MGG 3 (2000); NGroveD 4 (2001); DirigentenE 1985; BrucknerH 1996; A. Ehrlich (Hg.), Berühmte Klavierspieler der Vergangenheit und Gegenwart 1893; MGÖ 3 (1995); [Kat.] Musik i. d. St. 1980.

Autor(en)
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Bülow, Hans Guido Freiherr von‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 25/05/2001]

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