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FarinelliFarinellitrue (eig. Broschi, Carlo Maria Michele Angelo)
* 1705-01-2424.1.1705 Andria/I, 1782-07-1515.7.1782 Bologna. Sänger (Soprankastrat). Da F. schon als Siebenjähriger mit seiner schönen Stimme auffiel, wurde er von N. Porpora als Kastrat ausgebildet. 1722 Debüt in Rom. Den Künstlernamen „F.“ nahm er zu dieser Zeit aus Dank gegenüber seinen Gönnern, den Brüdern Farina, an. 1727 unterlag er in einem Wettstreit dem berühmten Kastraten Antonio Mario Bernacchi, der daraufhin die Ausbildung des Jüngeren in Bologna vollendete. 1724 hatte F. erstmals am Kaiserhof gesungen; mit P. Metastasio eng befreundet, trat er unter Karl VI. bis 1734 noch mehrmals auf. 1734–37 wirkte er in London (Rivalität mit G. F. Händel), 1737–59 in Madrid am Hof Philipps V. und Ferdinands VI., wo er eine italienische Oper einrichtete, aber nicht mehr öffentlich auftrat. Von 1759 bis zu seinem Tod lebte F. zurückgezogen in Bologna.
Literatur
NGroveD 8 (2001); MGG 6 (2001); K-R 1997; NGroveDO 2 (1992); H. Fritz, Kastratengesang 1994; H. Ortkemper, Engel wider Willen 1933; P. Barbier, The world of the castrate 1996; C. Ricci, F. 1995; P. Barbier, F. [Roman] 1995.

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Farinelli (eig. Broschi, Carlo Maria Michele Angelo)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 21/11/2001]


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Farinelli
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