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Furtwängler,
Gustav Heinrich Ernst Martin Wilhelm
* 25.1.1886 Berlin,
† 30.11.1954 Ebersteinburg/D.
Dirigent und Komponist.
Studierte Komposition bei M. v. Schillings und Joseph Rheinberger. Nach Stationen u. a. in Zürich, München und Mannheim/D 1919–21 Dirigent des
Tonkünstlerorchesters
in Wien, 1921–27 Konzertdirektor der
Gesellschaft der Musikfreunde
in Wien, seitdem Leiter von Konzerten der Wiener Philharmoniker (1927–30 und 1939/40 ständiger Dirigent), seit 1922 auch der Berliner Philharmoniker. Daneben wirkte er u. a. in New York, Leipzig/D und seit 1928 oft an der Wiener Staatsoper (Debüt Rheingold), wo er auch Regie führte (Debüt 1943 mit Tristan und Isolde). Leitende Funktionen übernahm er außerdem in Bayreuth/D und an der Staatsoper in Berlin. Von 1937 bis zu seinem Tod wirkte F. bei den
Salzburger Festspielen; dort und in Wien hatte er auch nach dem Zweiten Weltkrieg – trotz seiner allgemein kritisierten Stellung im „Dritten Reich“ – großen Einfluss auf das Musikleben, gastierte in Luzern/CH und in Italien. F. zählte zu den profiliertesten Dirigenten des 20. Jh.s und trat auch als der Spätromantik verhafteter Komponist an die Öffentlichkeit.G: F.platz (Wien XIII).
P: Dr. phil. h.c. Heidelberg 1927; Ehrenmitglied der Wiener Philharmoniker.
W: Te Deum; 3 Symphonien; Klavierkonzert; Klavierquintett; 2 Violinsonaten; Chöre.
Schr: Brahms, Bruckner 1941; Gespräche über Musik 1948; Ton und Wort 1954; Der Musiker und sein Publikum 1955.
Lit: KdG 4 (3/1994); Ch. Walton, WV W. F. 1996; NGroveD 9 (2001); Czeike 2 (1993); Hellsberg 1992; Salzburger KulturL 1987; Riemann 1959 u. 1972; MGG 4 (1955); Musik im Exil 1953; Kürschner 1954.
UH
[ Zuletzt aktualisiert: 2010/03/22 09:10:06 ]
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