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Göllerich, Göllerich, August Familie
August sen.: * 1819 -07-022.7.1819 Piacenza/I, 1883 -08-2323.8.1883 Wels/OÖ. Deutschnationaler Politiker. Neben seinen politischen Positionen (Landtag und Reichstag) war G. sehr in der Sängerbundbewegung engagiert (Männergesangverein Wels, Oberösterreichisch-salzburgischer Sängerbund); er zählt zu A. Bruckners Förderern der ersten Generation. Sein Sohn

August jun.: * 2.7.1859 Linz, † 16.3.1923 Linz. Musikschriftsteller. Nach der Schulzeit in Linz und erstem Klavierunterricht ging G. nach Wien, um an der Technischen Hsch. sowie bei A. Bruckner zu studieren. 1882 war G. das erste Mal bei den Festspielen in Bayreuth. Nach dem Tod seines Vaters wandte sich G. endgültig der Musik zu, wurde 1884 F. Liszt vorgestellt, der ihn als Klavierschüler aufnahm. G. blieb bis zu Liszts Tod 1886 dessen Sekretär, zog dann wieder nach Wien, wo er als Musikkritiker und Promotor für Bruckner und Rich. Wagner arbeitete. 1890 übernahm G. die Volkmannsche MSch. in Nürnberg, wechselte jedoch 1896 als Musikdirektor nach Linz (die Nürnberger MSch.en übertrug er seiner Frau, Gisela Pászthory-Voigt, ebenfalls Liszt-Schülerin). G. verlieh dem Musikleben in Linz wesentliche Impulse (Leitung von Sängerbund und Frohsinn, Veranstaltung von Konzerten); nachhaltig setzte sich G. für A. Bruckner ein, dem er erstmals 1869 begegnet war; das von G. geprägte, jedoch sehr problematische Bruckner-Bild (Musikant Gottes, „Deutscher Michel“), wirkt bis heute nach.


Schriften
Schr (Auswahl): Franz Liszt 1888; Richard Wagners Bühnenfestspiel Der Ring des Nibelungen 1897; Anton Bruckner 1922.
Literatur
MGG 16 (1979); Personenlex. Öst. 2001; BrucknerH 1996; Chr. Gerbel in R. Kannonier/H. Konrad (Hg.), Urbane Leitkulturen 1890–1914, 1995.

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Göllerich, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 27/12/2001]


GND
Göllerich, August
Weiterführende Literatur (OBVSG)
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Göllerich, August
Weiterführende Literatur (OBVSG)

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