Kratina, Valeria
* 12.7.1892 Dresden/D, † 23.4.1983 München/D. Tänzerin, Choreographin und Pädagogin. Als Absolventin der Schule für Angewandten Rhythmus Jaques-Dalcroze in Hellerau bei Dresden (1914) hatte K. in München eine Schule eröffnet, zudem als Tänzerin debütiert. 1919 übernahm sie zusammen mit Ch. Baer-Frisell und dem erst später hinzugekommenen E. Ferand nicht nur die Leitung der Neuen Schule Hellerau, sondern auch, neben ihrer Tätigkeit als Pädagogin, jene der der Schule angegliederten Tanzgruppe, für die sie auch die Choreographien erstellte. Bei den Gestaltungen, die für die europaweit gastierende Gruppe entstanden, ging es K. v. a. um die Pflege moderner Komponisten wie Belá Bartók, Darius Milhaud, Igor Strawinski und Sergej Prokofjew. Auch nach der Übersiedelung der Schule nach Laxenburg bei Wien übernahm K. (bis 1930) die künstlerische Leitung des Institutes. K. war dann von 1930–33 Ballettmeisterin in Breslau (Wrocław/PL), 1933–37 in Karlsruhe/D und 1937–44 in Dresden. Wiederholt war K. auch als Gastchoreographin tätig, unter anderem auch an der Wiener Staatsoper, wo sie 1933 einen eigenen Abend gestaltete (darunter: Der Schneemann, M: E. W. Korngold).
Lit: A. Amort, Die Gesch. des Balletts der Wr. Staatsoper 1918–1942 , Diss. Wien 1981; G. Oberzaucher-Schüller in österreich tanzt 2001.


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[ Zuletzt aktualisiert: 2010/08/11 12:53:10 ]

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Quelle: Österreichisches Musiklexikon, Kommission für Musikforschung
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