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Langaus
Eine in Wien gegen Ende des 18. Jh.s modische Tanzform; unterscheidet sich musikalisch (durchwegs aus zwei 16taktigen Perioden bestehend) nicht von den Deutschen und Ländlern der Zeit. Die Spezifik bestand v. a. in der Ausführung (sehr rasch, Durchmessen des Tanzsaales durch das Tanzpaar mit möglichst wenigen Walzer-ähnlichen Umdrehungen), die von Zeitgenossen stark kritisiert, ja als gesundheitsschädlich gebrandmarkt wurde. Die Zusammenstellung von je einem halben oder ganzen Dutzend Tänzen mit abschließender Coda entspricht barocken Traditionen (Menuett). Der L. (Betonung auf der letzten Silbe) ist eine durchaus vorübergehende Erscheinung geblieben. Nb.: St. Ossowsky.
Literatur
E. Schenk in Stud. mus. 3 (1962); R. Witzmann, Der Ländler in Wien 1976.

Autor(en)
Rudolf Flotzinger
Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Langaus‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]