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Leo, Leo, true Leonardo
* 1694 -08-055.8.1694 San Vito degli Schiavoni (San Vito dei Normanni/I), † 1744 -10-3131.10.1744 Neapel/I. Kapellmeister und Komponist. Begann 1709 am Conservatorio di S. Maria della Pietà de Turchini in Neapel seine Studien bei Nicola Fago und Andrea Basso. 1712 Aufführung seines ersten geistlichen Dramas, ein Jahr später bereits überzähliger Organist der vizeköniglichen Kapelle. 1715 als Kapellmeister beim Marchese Stella nachweisbar und ab 1717 Kapellmeister an der Kirche S. Maria della Solitaria. In den folgenden Jahren stieg L. zum führenden Komödienkomponisten Italiens auf, Opernaufträge erreichten ihn aber auch aus Spanien. 1725 1. Organist der vizeköniglichen Kapelle (als Nachfolger A. Scarlattis), 1730 3. Kapellmeister, 1737 Vizekapellmeister und 1744 Kapellmeister. In seinen späteren Lebensjahren war L. ein gefragter Lehrer (1739 Kapellmeister des Conservatorio di S. Onofrio und 1741 des Conservatorio S. Maria della Pietà de Turchini), zu seinen Schülern zählten N. Piccinni, N. Jommelli und J. Bonno. L.s Musik war weit verbreitet, noch 1773 wurde eines seiner Werke (ins Deutsche übersetzt) im Stift Kremsmünster aufgeführt.
Werke
Opern, Serenate, Oratorien (s. Abb. aus Santa Elena al Calvario), Arien, Kirchenmusik (Miserere zu 8 Stimmen), Instrumentalwerke (Vc.-Konzerte).
Schriften
Abhandlungen und Lehrwerke.
Literatur
NGroveD 14 (2001); MGG 8 (1960) u. 10 (2003); Riemann 1961 u. 1975; Weissenbäck 1937; Mendel-R. 6 (1876); EitnerQ 6 (1902); F-A 1936; GerberATL 1 (1790); GerberNTL 3 (1813/14) u. 5 (1969) [Nachtr.]; H. J. Moser, Musiklex. 1943; MGÖ 2 (1995); Kellner 1956.

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Leo, Leonardo‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]