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Bonno, Bonno, true Joseph (Giuseppe)
* 1711-01-2929.1.1711 Wien, 1788-04-1515.4.1788 Wien. Komponist und Kapellmeister. Sohn eines kaiserlichen Läufers und einer Wienerin; erster Musikunterricht durch J. G. Reinhardt. Karl VI. ließ ihn 1726–36 bei Francesco Durante und Leonardo Leo in Neapel ausbilden; 1738 Hofscholar in der Komposition; 1739 Hofkomponist, 1749–61 neben Chr. W. Gluck und C. Ditters v. Dittersdorf Hauskapellmeister des Prinzen J. Fr. v. Sachsen-Hildburghausen in Schloßhof/NÖ und Mannersdorf/NÖ, leitete dessen winterliche Freitag-Abend-Konzerte im Wiener Palais Rofrano (heute Palais Auersperg); 1774 als Hofkapellmeister Nachfolger von F. L. Gaßmann, 1788 pensioniert; 1775–88 Präses der Wiener Tonkünstler-Societät; wandte sich ab 1763 der Kirchenmusik zu. Zu seinen Schülern zählte Dittersdorf. Als Gesangslehrer bildete er K. Frieberth, M. di Martinez und Th. Teyber aus. B. arbeitete in seinen Opern eng mit P. Metastasio zusammen. Ab 1763 wandte er sich der Kirchenmusik zu. Es gelang ihm, die geistliche Hofmusikkapelle trotz der kirchenmusikalischen Reformpläne Josephs II., die u. a. vorsahen, die lateinischen Gottesdienste in der Hofburgkapelle abzuschaffen, zu erhalten. B. war mit M. Stadler befreundet.
Werke
Opern (Il natale di Giove; Il vero omaggio; Il re pastore; L’Atenaide, ovvero Gli affetti più genrosi); Serenaden; Kirchenmusik (Oratorien, Messen).
Literatur
MGG 3 (2000); NGroveD 3 (2001); Czeike 1 (1992); MGÖ 2 (1995); MiÖ 1989; K. Breitner, G. B. und sein Oratorienwerk, Diss. Wien 1961; A. Schienerl in StMw 15 (1928); [Kat.] Musica Imperialis 1998; E. Wellesz, G. B., Diss. Wien 1908; R. Meloncelli in Chigiana 29/30 (1975).

Autor(en)
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Bonno, Joseph (Giuseppe)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 18/03/2002]