Logo IKM
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Mayer Mayer Wolf Mayer: (Mayr), Familie?
Wolf Mayer: * --? Ried im Innkreis?/OÖ, † --1663 Schärding/OÖ. Organist. Organist in Schärding. Der 1593–97 in Ried als deutscher Schulmeister belegte Wolf Mayer (Meyer, Mair) ist wahrscheinlich sein gleichnamiger Vater oder sonst ein Verwandter. Unter seinen Nachkommen sind mehrere der folgenden, auch musikalisch tätigen Geistlichen zu vermuten, die alle aus Schärding stammen, deren Verwandtschaftsverhältnisse jedoch weitgehend ungeklärt sind; in zweiter Linie ist an die Familien zweier ebenfalls hierher zugezogener Vettern des Gegenschreibers Achaz Mayr (Vater von R. I. Mayr) zu denken, von denen einer, Ferdinand, u. a. 1665–85 Schärdinger Bürgermeister war († 1690); und schließlich auch an andere ortsansässige Familien dieses sehr verbreiteten Namens.

P. Cölestin Mayr OSB: * 1667 Schärding, † 27.6.1698 zw. Vornbach am Inn, Bayern/D und Schärding. Geistlicher. Profess 4. März 1685, Priesterweihe 5. April 1692. Als Benediktiner von Vornbach am Inn Pfarrvikar in Engertsham/D.

P. Joseph Mayr OSB: * 13.12.1683 Schärding, † 23.6.1735 Vornbach. Geistlicher. Profess 13. November 1701, Priesterweihe 17. Dezember 1707. Als Pfarrer in der Vornbacher Klosterpfarre, als Vikar in den bayerischen Orten Neukirchen und Sulzbach am Inn tätig, „in musica, si non Magister, certe nulli Secundus“. Erhielt nach eigener Angabe 1730 von J. J. Fux persönlich ein Exemplar der Gradus ad parnassum geschenkt.

P. Stephan Mayr OCist: * ca. 1690 Schärding, † 10.7.1764 Fürstenzell, Bayern/D. Geistlicher. Sohn des bürgerlichen Wundarztes am „oberen Bad“ in Schärding, Ferdinand Mayer (wohl der Obgenannte), wurde 1710 Zisterzienser von Fürstenzell und 1727 hier Abt (Erbauer der prächtigen Stiftskirche). Wird 1719 ein „virtuoser Geiger“ genannt.

P. Clarus Mayr OSB: * 16.4.1724 Schärding, † 3.12.1784 Vornbach. Geistlicher. Konventuale von Vornbach (Profess 1. November 1743, Priesterweihe 30. März 1748), als Besitzer von Musikalien und Musikbüchern nachgewiesen. Klosterpfarrer, Vikar in Neukirchen und Gloggnitz/NÖ, später dort Probst, zuletzt Bibliothekar. Mitglied der Münchener Akad. der Wissenschaften.

P. Amand Mayr OSB (Maximilian Joseph): get. 3. [nicht: * 4.] 12.1726 Schärding, † 9.2.1758 Gloggnitz. Konventuale in Vornbach (Profess 11. November 1747, Priesterweihe 19. September 1750).


Literatur
J. Ev. Lamprecht, Historisch-topographische und statistische Beschreibung der k.k. landesfürstlichen Gränzstadt Schärding am Inn 2 (1887), 141, 177, 240; L. H. Krick, Die ehemaligen stabilen Klöster des Bistums Passau 1923; H. Wagner in H.-W. Schmitz (Hg.), Passauer Musikgesch. 1999; F. Berger, Ried im Innkreis. Gesch. des Marktes und der Stadt 1948, 54; Taufbuch der Pfarre Schärding 1724–1740, 57 [A. Mayr].

Autor(en)
Rudolf Flotzinger
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger/Monika Kornberger, Art. „Mayer (Mayr), Familie?‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 20/04/2017]