Mayrhofer, P. Isidor OSB (Eugen, Pseud. Eugène Metayer)
* 30.4.1862 Lindach/OÖ [nicht: Passau/D], † 12.3.1951 Seitenstetten/NÖ. Kirchenmusiker. War Sängerknabe im Stift Seitenstetten. Nach dem Eintritt ins Kloster studierte er 1883–87 Theologie in St. Pölten sowie 1889/90 Kirchenmusik in Regensburg/D (u. a. bei Franz Xaver Haberl) und Gmunden (bei J. E. Habert). 1900–22 war M. Regens chori und Präfekt der Sängerknaben, später auch Subprior. Kurzfristig hielt er sich im Kloster Ettal/D auf. Als Vertreter des österreichischen Cäcilianismus rief er v. a. mit seinen Schriften Widerspruch (auch seines Vorgängers M. Wenger) hervor.
Schr: Über die Bedingungen einer gesunden Reform der Kirchenmusik 1895; Bach-Studien. Aesthetische u. technische Fingerzeige zum Studium der Bach’schen Orgel- u. Klavierwerke 1901; Kein stümperhaftes Pedalspiel mehr. Ideen einer folgerichtigen, leicht überschaubaren Pedalapplikation 1910, 21911.
W: 3 Messen, Gradualien, Offertorien, Kirchengesänge; Märsche (Gruß vom Sonntagberg).
Lit: Riemann 1961; F-A 2 (1978); Weissenbäck 1937; Th. Antonicek/E. Hilscher in [Kat.] Kunst und Mönchtum an der Wiege Österreichs Seitenstetten 1988, 407, 422f.


ARa  
[ Zuletzt aktualisiert: 2010/03/22 09:12:02 ]

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Quelle: Österreichisches Musiklexikon, Kommission für Musikforschung
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