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Rubinstein, Rubinstein, true Anton Grigorjewitsch
* 1829 -11-1616.11.1829 Wychwatinez bei Balta/Podolien (heute UA), 1894 -11-088.11.1894 Peterhof bei St. Petersburg/RUS (Petrodvorets/RUS). Pianist, Komponist, Dirigent. Nach Klavierunterricht von seiner Mutter und in Moskau trat er 1839 zum ersten Mal auf und ging 1840 auf Europa-Tournee (in Paris lernte er F. Liszt und F. Chopin kennen). Mit seinem Bruder Nikolai 1835–81) studierte er 1844–46 in Berlin bei Siegfried Dehn. 1846–48 lebte er als Klavierlehrer in Wien und Pressburg. Dann ging er nach St. Petersburg, wo er von der Großfürstin Helena Pawlowna gefördert wurde, die ihn 1854 auf eine mehrjährige Konzertreise schickte. Mit ihrer Unterstützung gründete R. 1859 die Russische Musikgesellschaft und 1862 das Konservatorium in St. Petersburg, das er bis 1867 leitete. Daran schlossen sich weitere erfolgreiche Tourneen an, die R. auch wieder nach Wien führten: 1871/72 dirigierte er die Philharmonischen Konzerte (Wiener Philharmoniker). 1887 übernahm er wieder die Leitung des Petersburger Konservatoriums.
Werke
Opern (Die Kinder der Heide [T: S. H. v. Mosenthal] UA Kärntnertortheater 1861; Der Dämon 1871); geistliche Opern u. Oratorien (Der Thurm zu Babel 1870); 6 Symphonien, 5 Klavierkonzerte; Kammermusik; Klavierstücke (Etüden); Lieder.
Schriften
Autobiographie 1889, dt. als Erinnerungen aus 50 Jahren. 1839–1889,1893; Russische Komponisten in Blätter für Musik, Theater und Kunst 1855.
Literatur
NGroveD 21 (2001) [mit WV]; MGG 11 (1963); Riemann 1961; MGÖ 3 (1995).

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Rubinstein, Anton Grigorjewitsch‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]