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beefólk
Jazz-/Folk-Ensemble aus Graz. Gegründet 2001 von Georg Gratzer (Saxophon, Flöte, Bassklarinette), Klemens Bittmann (Violine, Mandoline), Helgi Hrafn Jonsson (Posaune, Gesang), Christina Bakanic (Akkordeon), Christian Wendt (Bass) und Jörg Haberl (Schlagzeug). Noch im selben Jahr erschien das Debutalbum Orka mit starkem Bezug zu Astor Piazzolla und John McLaughlin. Die erste Tournee führte b. in das Heimatland von H. Hrafn Jonsson, nach Island. 2002 gewann b. den Austrian Young Lions Bandwettbewerb, wurde aber nachträglich aufgrund eines Organisationsfehlers disqualifiziert. Das dadurch hervorgerufene rege mediale Interesse verhalf der Band jedoch zu erster nationaler Bekanntheit. 2004 wurde das zweite Album Place Dramatique bei Material Records veröffentlicht, gefolgt von einer Tournee mit W. Muthspiel in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Weitere Konzerte u. a. in Hong Kong sowie bei diversen europäischen Jazzfestivals (u. a. Jazzdays Bratislava, Jazzfest Burghausen, Warsaw Summer Jazzdays). Mit dem dort aufgenommenen Material erschien 2006 das dritte Album b. live. Im gleichen Jahr verließ H. Hrafn Jonsson das Kollektiv. 2008 und 2009 folgten die Konzertprojekte Eternity und Hope mit dem Barocksänger Alexander Mayer und dem Organisten J. Ebenbauer sowie die Uraufführung des neuen Programms Opera Buffa in Five Microscenes beim Jazzsommer Graz. B. bezeichnete sich selbst als „folk-jazziges Kammermusikorkestra“ und vereinte in ihren Kompositionen Einflüsse aus Jazz, Klassik, Tango Nuevo und Folklore aus Argentinien, Island und dem Balkan. Im Vordergrund standen ausgefeilte, rhythmisch komplexe und teils virtuose Kompositionen und Klangstrukturen. B. löste sich Ende 2011 auf.
Ehrungen
Gewinner der Jazzselection von Select Strom 2007.
Werke
Alben Orka 2001, Place Dramatique 2004, b. live 2006; DVD Opera buffa 2009.
Literatur
www.beefolk.com/projekte.html (6/2012); www.materialrecords.com (6/2012); www.materialrecords.com/content_de/press_beefolk.asp (6/2012); Mitt. J. Haberl.

Autor(en)
Georg Demcisin
Empfohlene Zitierweise
Georg Demcisin, Art. „beefólk‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 02/07/2012]