Logo ACDH-CH
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Zehetmair, Zehetmair, Helmut: Familie
Helmut: * 1935-06-1616.6.1935 Attnang-Puchheim/OÖ. Geiger, Violinpädagoge. Studierte an der Lehrerbildungsanstalt in Linz, Musik am Salzburger Mozarteum (u. a. bei F. Samohyl und B. Paumgartner) und Musikwissenschaft an der Univ. Innsbruck (Dr. 1964). 1955–70 war er Mitglied der Camerata academica , 1961–73 Bratschist des Salzburger Streichquartetts und Musikerzieher. Er gründete und leitete das Kammerorchester Salzburger Musici. Seit 1974 lehrt er am Mozarteum (auch nach seiner Emeritierung 2004). 1988 initiierte er die Kurse Altensteiger Sommermusik.
Ehrungen
Silbernes Ehrenzeichen der Republik Österreich.
Schriften
Johann Michael Haydns Kammermusikwerke a quattro u. a cinque, Diss. Innsbruck 1964; Zur Praxis koordinierter u. kooperativer Musikerziehung 1976; Spezielle Aufgaben der Gehörbildung im Violinunterricht 1978; Hören u. Geigen nach Suzuki 1982.


Sein Sohn Thomas: * 23.11.1961 Salzburg. Geiger, Dirigent. Mit fünf Jahren erster Unterricht von seinen Eltern. Er studierte am Mozarteum Salzburg bei seinem Vater und F. Samohyl, daneben auch Komposition. Er wurde als Wunderkind gefeiert, ab 1981 weitere Ausbildung bei M. Rostal, Nathan Milstein und N. Harnoncourt. 1977 debütierte er bei den Salzburger Festspielen, 1979 im Wiener Musikverein. Auch als Kammermusiker (1994 Gründung des Z. Quartetts) und Dirigent tätig: Seit 2002/03 Chefdirigent der Northern Sinfonia in Gateshead/GB, seit 2012/13 Chefdirigent des Orchestre de chambre de Paris, seit 2016/17 Chefdirigent beim Musikkollegium Winterthur/CH, seit 2019/20 Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters. Er war 1994–2009 o. Prof. an der MUniv. Graz.


Ehrungen
1. Preise bei Jugend musiziert 1975 u. beim Internationalen Mozart-Wettbewerb Salzburg 1978; Ehrendoktorat der MHsch. Franz Liszt, Weimar/D; Gramophone Awards; Ehrenurkunde des Preises der Dt. Schallplattenkritik 2005; Karl-Böhm-Interpretationspreis 2007; OPUS KLASSIK in der Kategorie „Solistische Einspielung Instrument (Violine)“ 2020.
Literatur
Who is who in Öst. 1997; InterpretenL 1992 [Th. Z.]; NGroveD 27 (2001) [Th. Z.]; Salzburger KulturL 2001 [Th. Z.]; St. Drees (Hg.), Lex. der Violine 2004 [Th. Z.]; MGÖ 3 (1995) [Th. Z.]; https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Zehetmair (10/2020); www.opusklassik.de (10/2020); Mitt. Archiv MUniv. Graz (10/2020).

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Zehetmair, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 19/10/2020]