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Duesberg, Duesberg, August: Familie
August: * 1867-10-033.10.1867 Gelsenkirchen/D, 1922-11-1212.11.1922 Wien. Violinist, Musikpädagoge. Studierte 1883/84 in Berlin, 1884/85 in Wiesbaden/D (bei August Wilhelmy), 1885/86 in Würzburg/D, 1886/87 am Konservatorium in Wien, danach bei Eugène Ysaye am Consérvatoire in Brüssel. 1889 gründete er das Erste Wiener Volksquartett für klassische Musik (ab 1895 Quartett D. mit Gallico [2. Violine], Heinrich Uhlemann [Viola], Otto Stieglitz [Violoncello]), dem er als Erster Geiger vorstand, mit dem Ziel, Kammermusik zu popularisieren und durch niedrige Eintrittspreise ein größeres Publikum anzuziehen. In über 300 Konzerten widmete sich das Quartett nicht nur dem klassischen und romantischen Repertoire, sondern brachte auch zahlreiche zeitgenössische Werke zur Aufführung, darunter rund 70 UAen (u. a. v. R. Stöhr und J. B. Foerster). D. konzertierte auch als Solist sowie gemeinsam mit seiner Frau Natalie. Ab 1892 auch als Pädagoge tätig, Ende der 1890er Jahre Gründung einer Musik- und Gesangschule, zunächst in der Margarethenstraße 26 (Wien IV), später in der Mariahilferstraße 8 (Wien VI) und der Döblinger Hauptstraße 14 (Wien XIX), an der er Klavier und Gesang unterrichtete.
Ehrungen
Große goldene Salvator-Medaille 1914.
Literatur
Kosel 1902; Eisenberg 1893; Das interessante Blatt 25.6.1914, 22; eigene Recherchen.


Seine Frau Natalie (geb. Javo[u]rek): * 14.1.1872 Marburg (Maribor/SLO oder Marburg an der Lahn/D?), † 22.2.1936 Wien. Pianistin, Pädagogin. Studierte am Wiener Konservatorium bei A. Sturm, J. Epstein (Abschluss 1891) sowie privat bei Th. Leschetizky. Trat gemeinsam mit ihrem Mann auf und bemühte sich um die Einführung zeitgenössischer Kammermusikwerke in Wien, v. a. jener von Max Jentsch. Unterrichtete an der MSch. ihres Mannes. Auch kompositorisch tätig, am 19.2.1912 führte sie gemeinsam mit Tochter Nora ihre Sérénade slave im Rahmen des VIII. Abends des Wiener Tonkünstler-Vereins auf.


Ehrungen
Gesellschaftsmedaille des Konservatoriums Wien 1891.
Werke
Sérénade slave für V. u. Kl.
Literatur
Kosel 1902; Müller-Asow 1929;Wiener Tonkünstler-Verein. XXVIII. Jahresbericht 1911–12; eigene Recherchen.


Deren Kinder

Nora (verh. D.-Baranowska): * 24.7.1895 Wien, † 1982 Schweden?. Violinistin, Konzertmeisterin. Erster Violinunterricht vom Vater, danach ab 1909 Violin-Studium an der MAkad. bei O. Ševčík, 1918 bei C. Flesch in Berlin. Ab 1911 Konzertreisen durch Österreich, Deutschland, Italien, England und Frankreich. Ab Oktober 1914 unterrichtete sie an der MSch. ihres Vaters. 1920 ließ sie sich in Schweden nieder, wo sie 1923 den Pianisten Wasili Baranowski (1890–1946) heiratete. Ab 1942 Konzertmeisterin des Nordvästra Skånes Orkesterförening Hälsingborg.


Ehrungen
Widmungsträgerin der Konzertphantasie, op. 50 für V. u. Orch. von R. Stöhr.


Herbert: 22.5.1902 Wien, † ?.7.1978 Wien (begr. 27.7.1978 Wien). Violinist. 1908–18 Violinunterricht bei seinem Vater und Klavierunterricht bei seiner Mutter, 1918/19 an der MAkad. bei O. Ševčík. 1919/20 Violinist beim Wiener Tonkünstlerorchester, 1920–22 erster Geiger im Orchester der Volksoper Wien, ab 1.10.1922 bei den Wiener Philharmonikern.


Literatur
Müller-Asow 1929; Wr. Philharmoniker (Hg.), [Fs.] Wiener Philharmoniker 1842–1942. Statistik, 1942, 11; Fremden-Blatt 29.4.1917, 13; Österr. Volks-Zeitung 25.9.1914, 15; www.friedhoefewien.at (8/2011); eigene Recherchen.

Autor(en)
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Duesberg, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 14/11/2011]