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Kann, Kann, true Hans (Johann; Pseud. Veit Papuschek, Jacques Gilbert, Willibald Pomeisl, Robert Lachner)
* 1927-02-1414.2.1927 Wien, † 2005-06-2424.6.2005 Wien. Pianist, Klavierpädagoge, Komponist. Stammte aus einem musikalischen Elternhaus, der Vater war ein jüdischer Textilhändler; erster Klavierunterricht bei Adolf Bloch, einem Enkelschüler von Th. Leschetizky. Ausbildung an der Wiener MAkad. (Komposition bei J. Lechthaler, Orgel bei K. Walter, Kammermusik bei O. Schulhof) und privater Unterricht bei Josef Polnauer, August Göllner und F. Wührer. Seit 1946 internationale Pianistenkarriere mit zahlreichen Tourneen in Europa, Asien und Südamerika. 1950–52 Lehrauftrag an der damaligen MAkad. in Wien, 1955–58 Leiter einer Meisterklasse an der Univ. of Arts Ueno in Tokio, 1962–67 Leiter einer Meisterklasse an der Städtischen Akad. Darmstadt/D, 1977–95 Prof. an der MHsch. Wien, 1988–93 Hauptfachlehrer für Klavier am Konservatorium der Stadt Wien. Sein Repertoire reichte von J. S. Bach bis zur Gegenwart, er widmete sich aber auch Werken unbekannter Komponisten. Als Komponist experimentierte er mit G. Rühm (Geräuschmusiken, Simultanimprovisationen usw.) und beschäftigte sich mit dem Synthesizer. Zahlreiche Plattenaufnahmen. Vorträge, Rundfunksendungen. Juror bei internationalen Klavierwettbewerben. Zeitweise verheiratet mit R. Marciano. K. war bekannt als Sammler alter Klavierinstrumente, Raritätenkenner und „Original“ mit Entertainerqualitäten.
Gedenkstätten
Ehrengrab Wr. Zentralfriedhof; K.weg (Wien XXI).
Ehrungen
Förderungspreis der Theodor-Körner-Stiftung 1961, 1963; Prof.-Titel 1977; Nestroyring der Stadt Wien 1984; Goldenes Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse 1987; Silbernes Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst 1990; Heiliger Schatz mit Strahlen (Japan) 1994; Goldendes Ehrenzeichen der Stadt Wien.
Schriften
Zur Situation der Klaviermethodik in ÖMZ 17/2 (1962); Vom Üben in ÖMZ 45/7–8 (1990); Artikel über Klavierpädagogik und japanische Musik.
Werke
(WV in MaÖ): Klavierwerke (u. a. Tägliche Fingerübungen für Pianisten 1960; Tänze und Gesänge aus dem Land der Potscharen 1994); Blöckflötenstücke; Lieder; Musik für Theater, Fernsehen und Film; Ballett Jorinda und Joringl; experimentelle Musik. Hg. älterer Klaviermusik, Slg. Klaviermusik aus Österreich.
Literatur
R. Hanzlik in Das Jüdische Echo Nr. 56 (Oktober 2007); MaÖ 1997; Personenlex. Öst. 2001; F-A 1 (1974); Who is who in Öst. 1997; Die Presse 14.2.1992; MiÖ 1989; I. M. Oberkanins, Neue Musik im Umfeld des Art Club, Dipl.arb. Wien 1991; Mitt. Archiv MUniv. Wien.
Autor*innen
Andrea Harrandt
Letzte inhaltliche Änderung
22.10.2018
Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Kann, Hans (Johann; Pseud. Veit Papuschek, Jacques Gilbert, Willibald Pomeisl, Robert Lachner)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 22.10.2018, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d3b2
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.


DOI
10.1553/0x0001d3b2
GND
Kann, Hans (Johann; Pseud. Veit Papuschek, Jacques Gilbert, Willibald Pomeisl, Robert Lachner): 103857842
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