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Keßler Keßler true (eig. Kötzler), Joseph Christoph
* 1800-08-2626.8.1800 Augsburg/D, † 1872-01-1414.1.1872 Wien. Komponist und Pianist. Wuchs zunächst 1803–07 in Prag auf, wurde dann durch den Organisten in Feldsberg (Valtice/CZ) im Klavierspiel sowie und am Piaristenkollegium in Nikolsburg (Mikulov/CZ) ausgebildet und begann mit 11 Jahren zu komponieren. 1816 zog er zum Studium an der Univ. nach Wien (Philosophie), war jedoch weiterhin musikalisch tätig. 1820–26 arbeitete K. in Lemberg, u. a. als Musiklehrer im Haus der Familie Potocki. Danach wieder in Wien, hier 1826 kurzzeitiger Theorieschüler von I. v. Seyfried. 1829 zog er zunächst nach Warschau und 1830 nach Breslau (Wrocław/PL), kehrte jedoch 1835 nach Lemberg zurück und lebte ab 1855 in Wien, wo er eine private Klavierschule in der Josefstadt (Wien VIII) betrieb und als Beamter in Staatsdienste (laut Totenbuch „k. k. Beamter“) trat. K.s. bekanntestes Werk waren die Etüden op. 20, die von I. Moscheles und F. Kalkbrenner empfohlen und von F. Liszt in seinen Konzerten populär gemacht wurden. Auch R. Schumann, F. Lachner und Felix Mendelssohn Bartholdy schätzten K.s Werk. F. Chopin widmete ihm die deutsche Erstausgabe seiner Préludes op. 28.
Werke
Klaviermusik (u. a. Etüden op. 20, Phantasien, Variationen etc.), Lieder, Kammermusik, Tänze.
Literatur
Riemann 1959; Mendel-R. 6 (1876); Wurzbach 11 (1864); J. Kaiser (Hg.), Lehrer-Schema 1860, 83; Allgemeine Theaterztg. 30.11.1826, 580; Allgemeine Wr. Musik-Ztg. 23.9.1841, 479; Bll. f. Musik, Theater u. Kunst 5.10.1855, 287; Neue Wr. Musik-Ztg. 18.10.1855, 167; Fremden-Bl. 15.1.1872, 18, 21.1.1872, 23; Sterbebuch 1871–75 der Pfarre Maria Treu (Wien VIII), fol. 53; https://de.wikipedia.org (8/2018).

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher/Christian Fastl, Art. „Keßler (eig. Kötzler), Joseph Christoph‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 20/11/2018]


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Weiterführende Literatur (OBVSG)
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Keßler
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