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Kosjek Kosjek true (geb. Dettelbach), Rosalia Maria (Rosa)
* 1847 -01-2323.1.1847 Graz, † 1931 -08-1111.8.1931 Graz. Musikerin, Mäzenin. Die musikalische Ausbildung erhielt sie vermutlich bei W. Mayer (Pseud. W. A. Rémy). Als Altistin war sie 1866–80 Mitglied im Grazer Singverein. Der von ihr gegründete K.-Chor wird in den Grazer Tageszeitungen anlässlich mehrerer Aufführungen besonders hervorgehoben, und noch im Alter von 80 Jahren hielt sie in ihrem Haus die „Mittwochschule“ ab, wo sie junge Damen und Herren in Musik ausbildete. 1871 vermählte sie sich mit dem angesehenen Advokaten Julius Kosjek (1837–99). Nach zeitgenössischen Aussagen war ihr Haus eine der „bedeutendsten Musikpflegestätten der Alpenländer“. Zu ihrem Freundeskreis zählten u. a. Robert Hamerling, Peter Rosegger, W. Kienzl, Jos. Gauby, J. v. Weis-Ostborn und der Nordpolforscher Carl Weyprecht. Zeitlebens bestand eine innige Freundschaft zu ihrem Jugendfreund R. Heuberger (umfangreicher Briefwechsel in Privatbesitz der Familie Heuberger in Salzburg). Interessant ist auch ihre Beziehung zur Komponistin Berta Luschin v. Ebengreuth (1871–1955), Tochter des steirischen Numismatikers Arnold Luschin v. Ebengreuth (1841–1932), da sich in K.s Nachlass ein Konvolut von mehreren Kompositionen, darunter 25 ihr gewidmete Autographe, befindet.
Ehrungen
Goldene Medaille für Verdienste um die Republik 1927; Widmungsträgerin mehrerer Werke von B. Luschin v. Ebengreuth.
Literatur
I. Schubert in ZHVSt 88 (1997); P. Grunsky, Richard Heuberger. Der Operettenprofessor 2002.

Autor(en)
Ingrid Schubert
Empfohlene Zitierweise
Ingrid Schubert, Art. „Kosjek (geb. Dettelbach), Rosalia Maria (Rosa)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 02/10/2017]