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Lampl Lampl true (verh. Eibenschütz), Helene
* 1891-05-2323.5.1891 Wien, † --1942 Paris. Pianistin, Klavierpädagogin. Die Tochter des in Wien als Klavierpädagoge tätigen Moriz L. (* 11.7.1854 Neu Raußnitz/Mähren [Rousínov/CZ], † 27.10.1931 Wien) dürfte ihre erste Klavierausbildung von ihrem Vater erhalten haben. Außerdem bei A. Door, möglicherweise auch bei E. Sauer und F. Busoni. Erster öffentlicher Auftritt im Dezember 1899 im Wiener Bösendorfersaal. 1908–11 Studium an der Wiener MAkad. bei L. Godowsky (Klavier-Meisterschule), Diplomprüfung 1911. In der Folge war sie als Pianistin und Klavierpädagogin (Schülerinnen H. Harry, A. Schoberlechner) im In- und Ausland tätig. Ab 1913 trat sie regelmäßig im Wiener Konzerthaus auf, ab 1915 auch mit Soloabenden, 1923 beim Kammermusikfestival der IGNM in Salzburg, ab 1924 auch auf Radio Wien, 1926 in Paris. Niemann bezeichnet sie als „eine technisch auf Grund natürlicher Anlage glänzend und geistig erstaunlich entwickelte Virtuosin männlich-kraftstrotzenden Typs ohne weichere und poetische Empfindungen von feinster klanglicher Disposition und scharf durchdachtem Spiel“. Sie heiratete am 6.7.1916 den Realschullehrer Marcell Eibenschütz (* 1.12.1883 Wien, † 11.11.1942 KZ Auschwitz [Oświęcim/PL]) und emigrierte mit ihm nach Frankreich (Exil).
Ehrungen
Staatspreis der Wiener MAkad. 1911.
Literatur
W. Niemann, Meister des Klaviers 1919, 157f; Neues Wr. Tagbl. 14.12.1900, 7, 6.12.1902, 8; NFP 25.3.1896, 7, 6.4.1899, 6 [Moriz], 8.7.1916, 11, 28.10.1931, 18; The Musical Times 64/968 (1923), 732; Musikbll. des Anbruch 8/10 (1926), 457; M. Cullin/P. Driessen Gruber (Hg.), Douce France? 2008, 246; www.genteam.at (2/2017); www.doew.at (2/2017); https://www.findagrave.com (7/2017); Mitt. Archiv MUniv. Wien.

Autor(en)
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Lampl (verh. Eibenschütz), Helene‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 29/11/2017]