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Oelschlegel Oelschlegel true (Oehlschlegel, Oelschlägel, Oehlschlägel, Öhlschägel), Johann Lohelius OPraem (Franz Josef)
* 1724 -12-3131.12.1724 Loosch bei Dux/Böhmen (Lahošt/CZ), † 1788-02-2222.2.1788 Prag-Strahov. Organist, Chorregent, Komponist. Besuchte 1738–41 das Gymnasium der Jesuiten in Mariaschein (Bohosudov/CZ), wo er auch als Organist tätig war, ab 1741 Studium der Philosophie an der Univ. Prag (daneben als Organist an der Marienkirche tätig). 1747 trat er in den Prämonstratenserorden ein und erhielt Kompositionsunterricht von Joseph Anton Sehling und F. J. Habermann (I); 1749/50 Organist an der Klosterkirche zu Mühlhausen (Milevsko/CZ). 1755 Priesterweihe, ab 1756 Regens chori in Strahov. Aufgrund seiner umfangreichen Orgelbaukenntnisse (Studium theoretischer Werke von Michael Praetorius, A. Kircher, Mauritius Vogt, Jakob Adlung) erweiterte O. 1765–80 die Orgel in Strahov zur größten Böhmen. Seine Kompositionen zeigen deutlich den Einfluss von F. X. Brixi.
Werke
7 Oratorien (Innocentia et pietas 1760), 2 Pastoralopern, 2 Messen, 1 Requiem, weitere Kirchenmusik; sein Nachlass wurde von Gottfried Johann Dlabacž verwaltet.
Schriften
Abhandlungen über die Orgel von Strahov.
Literatur
LdM 2000; NGroveD 18 (2001); ADB 24 (1887); Mendel-R. 7 (1877); Wurzbach 21 (1870) u. 26 (1874); Riemann 1961; Dlabacž 1815; GerberNTL 3 (1813/14); EitnerQ 7 (1902); Weissenbäck 1937; Stieger II/3 (1978).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Oelschlegel (Oehlschlegel, Oelschlägel, Oehlschlägel, Öhlschägel), Johann Lohelius OPraem (Franz Josef)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 15/07/2004]