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Planyavsky, Planyavsky, Alfred: Familie
Alfred: * 1924 -01-2222.1.1924 Wien, 2013-06-1818.6.2013 Wien. Kontrabassist und Musikschriftsteller. 1933–38 Ausbildung bei den Wiener Sängerknaben (Solosopran); als Kriegsgefangener in Alabama/USA leitete er einen Chor und wirkte als Tenorsolist mit. 1946–53 studierte er Gesang (Tenor) und Kontrabass an der Wiener MAkad. 1954 wurde er Mitglied der Wiener Symphoniker , 1955 des Orchesters der Wiener Staatsoper und 1957 der Wiener Philharmoniker , 1967 auch der Wiener Hofmusikkapelle; 1989 Pensionierung. Er wirkte zudem als Solist der Wiener Bachgemeinde und des Wiener Kammerorchesters sowie als Rezensent und Autor von Aufsätzen und Rundfunksendungen über sein Instrument und zum Thema Wiener Musiktradition. 1974 gründete er das Kontrabass-Archiv in der Musiksammlung der ÖNB (Archive und Bibliotheken) und widmete 2004 dem Historischen Archiv der Wiener Philharmoniker seine Briefsammlung (u. a. von Pierre Boulez, F. Cerha, H. K. Gruber, H. W. Henze, G. Ligeti, N. Harnoncourt, L. Streicher).
Ehrungen
Mag.art. u. Prof.-Titel 1996; Ehrenkreuz für Wissenschaft u. Kunst; Special Recognition Award der Nothwestern Univ./USA; Silbermedaille für besondere Verdienste der Wiener Hofkapelle; Franz Schalk-Medaille der Wr. Philharmoniker 1992; Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich; Goldenes Ehrenzeichen des Landes Wien 2001; Widmungsträger mehrerer Kompositionen.
Schriften
Gesch. des Kontrabasses 1970, 21984 (Mitarbeit: H. Seifert); Der Barockkontrabaß Violone 1989, 21998; Die Wr. Streicherschule in O. Biba/W.Schuster (Hg.), [Kgr.-Ber.] Klang und Komponist 1990, 1992 sowie zahlreiche weitere Artikel u. a. für die ÖMZ, Das Orchester und die Musikbll. der Wr. Philharmoniker.
Literatur
NGroveD 19 (2001); Hellsberg 1992; www.earlybass.com/archive.htm (11/2004); eigene Recherchen.


Sein Sohn Peter Felix: * 9.5.1947 Wien. Organist, Pädagoge, Komponist. Nach Klavier- (E. Dichler-Sedlacek) und Theorieunterricht (J. Dichler) studierte er 1959–66 an der Wiener MAkad. Orgel bei A. Heiller, Klavier bei Hilde Seidlhofer, Komposition bei A. Uhl, 1966/67 Kirchenmusik (Chorleitung bei H. Gillesberger). 1968/69 Stiftsorganist in Schlägl, 1969–2005 Domorganist zu St. Stephan, 1983–90 hier auch Dommusikdirektor. P. hat mit ausgedehnten Konzertreisen (u. a. in die USA, nach Japan und Australien) fast weltweit Beachtung gefunden, auch Erkenntnisse der historischen Aufführungspraxis aufgegriffen. Als Orgel- und Improvisationslehrer wirkte er zudem an der Diözesan-MSch. in Wien. Als Komponist (seit 1962) ist er stilistisch von A. Heiller und zeitgenössischen französischen Orgelkomponisten beeinflusst, geht in seiner Wort-Ton-Beziehung eher auf barocke Vorbilder zurück und betritt auch ganz eigene Wege (u. a. mit heiteren Stilparodien).


Ehrungen
1. Preis Internationaler Orgelwettbewerb für Orgelimprovisation Graz 1968 sowie Nürnberg/D 1974; Förderungspreis der Stadt Wien 1975; Förderungspreis für Musik 1991; Orlando di Lasso-Medaille 2004; Goldenes Verdienstzeichen der Stadt Wien 2005; Würdigungspreis f. Musik der Republik Österreich 2005.
Werke
Messen u. zahlreiche andere Kirchenmusikwerke; „Operelle“ HerzLosZeitLos 2004; Instrumentalmusik; Kammermusik; Orgelwerke (s. Tbsp.); Chöre u. Lieder; Filmmusik.
Schriften
Gerettet vom Stephansdom 2007; Beiträge für die SK, ÖMZ etc.
Literatur
NGroveD 9 (2001) [A. P.]; Goertz 1979, 1989 u. 1994; Brockhaus Riemann 1995; Riemann 1975; A. Planyavsky in Die Presse 21./22.9.1991; MGÖ 3 (1995); SK 54 (2007), 109f.

Autor(en)
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Planyavsky, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 30/11/2004]