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Schmid, Schmid, Jakob: Familie
Jakob: * 1795 -07-2222.7.1795 Albern/Böhmen (Albeř/CZ), 1871 -08-1111.8.1871 Geras/NÖ. Lehrer und Kirchenmusiker. Wirkte ab 1828 als Stiftsschulmeister in Geras, wo er sich sehr um die Kirchenmusik verdient machte. Seine Söhne

Ernst: * 4.1.1835 Geras, † 20.9.1901 Wien. Lehrer, Chorleiter, Komponist. Erhielt ersten musikalischen Unterricht vom Vater, schlug wie dieser die Lehrerlaufbahn ein und war zunächst in Geras und Mistelbach/NÖ tätig. 1857 kam er nach Wien, wo er 1883–1901 als Oberlehrer an einer Mädchenvolksschule wirkte. Er legte die Staatsprüfung für Musik an Mittelschulen ab und unterrichtete danach Gesang an Oberrealschulen in Wien IX (1872–76) und Wien I (1877–90) sowie am Schottengymnasium (Wien I; 1874–81). Zunächst Mitglied des Wiener Männergesang-Vereins , 1863 gemeinsam mit F. Mair führend an der Gründung des Lehrersängerchors Schubertbund beteiligt, dessen 2. Chormeister er 1863–90 (neben F. Mair) und 1891–95 (neben A. Kirchl) war; 1890/91 alleiniger Chormeister. 1873 Gründer und langjähriger Leiter des Lehrerinnen-Damenchors.


Gedenkstätten
Gedenktafel an seinem Geburtshaus 1907.
Ehrungen
Ehrenmitglied (1888) u. Ehrenchormeister (1898) des Wr. Schubertbundes; Ehrenchormeister des Lehrerinnen-Damenchores; weitere Ehrenmitgliedschaften in- u. ausländischer Gesangvereine.
Werke
Dt. Messe, Männerchöre (An der schönen blauen Donau, Da Hüttlbua, Liebeszauber), gemischte Chöre, ein- u. mehrstimmige Lieder f. Kindergärten, Volks-, Bürger- u. Mittelschulen, Übungsstücke f. den Klavierunterricht. – Teilnachlass im Archiv des Wr. Schubertbundes.


Karl: * 9.5.1836 Geras, † 8.11.1900 Wien. Beamter und Komponist. Wie sein Bruder vom Vater ausgebildet und früh musikalisch tätig, schlug er die Beamtenlaufbahn ein. 1861 war er als Steueramts-Kontrollor in Raabs an der Thaya/NÖ tätig, wo er 1862 einen Gesangverein gründete. 1877 kam er nach Wien, war zuletzt K. k. Finanzrat und leitete 1883–87 den Hernalser MGV „Biedersinn“. Viele seiner Kompositionen wurden vom Wiener Schubertbund, dem er 1878–86 angehörte (1879–84 Sangrat), uraufgeführt. Ab 1888 war er Mitglied des Wiener Männergesang-Vereins. Häufig vertonte er Libretti von Moriz Schadek.


Ehrungen
Ehrenmitglied mehrerer MGV.e.
Werke
Operetten (Der Raub der Sabinerinnen 1880, Im Schwefelbade), Festspiele; Kirchenmusik (Messen, Offertorien); Männerchöre (Das stille Tal), Lieder, Streichquartette, Klavierstücke.
Literatur
ÖBL 10 (1994); Erhart 1998; A. Decker in [Fs.] Der Niederösterr. Sängerbund 1863–1913, 1913; Eisenberg 1893; A. Weiß, Fünfzig Jahre Schubertbund 1913 [Foto E. Sch.]; J. Jernek, Der österr. Männerchorgesang im 19. Jh., Diss. Wien 1937; Wurzbach 33 (1875); F-A 1936; Wr. Ztg. 22.9.1901; Adametz 1943; Stieger II/3 (1978); Slg. Moißl.

Autor(en)
Christian Fastl
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl/Alexander Rausch, Art. „Schmid, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 14/06/2005]