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Schneider, Schneider, true Hans
* 1855 -03-033.3.1855 Neumarkt/Böhmen (Úterý/CZ), 1926 -11-1616.11.1926 Tepl (Teplá/CZ). Chorleiter und Komponist. Betrieb während seiner Gymnasialzeit (1866–74) in Pilsen auch musiktheoretische Studien und leitete den Schulchor, nachdem er bereits in seiner Kinderzeit Musikunterricht erhalten hatte. 1874–78 studierte Sch. an der Univ. Prag Naturwissenschaften und leitete die Liedertafel der deutschen Studenten in Prag. 1878/79 Lehrer für Naturwissenschaften und Landwirtschaftslehre an der deutschen Lehrerbildungsanstalt in Prag, wo er auch für die Kirchenmusik verantwortlich war. Anschließend war er als Privatlehrer und Erzieher tätig, 1883–1926 Lektor für Gesang und Harmonielehre an der Deutschen Univ. Prag. Daneben konnte sich Sch. große Verdienste um den sudetendeutschen Männergesang erwerben; so war er 1883–1920 ständiger musikalischer Leiter des Univ.sgesangvereins und bekleidete 1896–1924 die Obmannstelle des Deutschen Sängerbundes in Böhmen. Er zeichnete für die Organisation zahlreicher großer Sängerfeste und für die Gründung des Sudetendeutschen Sängerbundes (1921) verantwortlich.
Ehrungen
Univ.smusikdirektor der Dt. Univ. Prag 1902; Ehrenchormeister der Prager Univ.s-Sängerschaft „Barden“ 1920; Ehrenobmann des Dt. Sängerbundes in Böhmen 1924; Ehrenmitglied des Sudetendt. Sängerbundes.
Werke
Kirchenmusik, Chöre f. Männerchor u. gemischten Chor; Volksliedbearbeitungen.
Schriften
Musikkritiken u. Abhandlungen f. die Bohemia u. das Prager Tagblatt.
Literatur
LdM 2000; ÖBL 10 (1994); R. Fischer (Hg.), Dt. Chormeisterbuch 1925; F-A 1936.

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Schneider, Hans‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]