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SlatkoniaSlatkoniatrue (Slatkonja, Slakany, griech. Chrysippus [„Goldpferd“]), Georg von
* 1456 -03-2121.3.1456 Laibach (Ljubljana), 1522 -04-2626.4.1522 Wien. Geistlicher, Humanist, Kapellmeister. Studierte zunächst in Laibach, dann an den Univ.en Ingolstadt/D (1474) und Wien (1475–77, Bakkalaureat). 1495 ist er als Hofkaplan und Kantor Maximilians I. bezeugt. S. erhielt von diesem Pfründe u. a. in Krain und Laibach (zuletzt ab 1503 Dompropst) und wurde 1498 als „Singmaister“ (1513 „obrister Capellmeister“) mit der Leitung (d. h. Organisation) der in Wien neu institutionalisierten Hofmusikkapelle beauftragt. Allerdings dürfte er die HMK faktisch erst nach H. Kerners Tod (16.1.1501) übernommen haben. Ab 1513 residierte er als erster Bischof Wiens an St. Stephan, wo er 1521 ein täglich zu singendes Salve Regina stiftete. 1514–19 war er außerdem kaiserlicher Rat des niederösterreichischen Regiments (der heutigen Landesregierung). Er stand als gebildeter Humanist, der für seine abwartende Haltung dem Protestantismus gegenüber jedoch Kritik erntete, mit den in Wien wirkenden Gelehrten und Musikern in Kontakt und komponierte vielleicht auch. In H. Isaacs für den Konstanzer Reichstag 1507 bestimmten Motette Virgo prudentissima, dessen Text von S. stammt, wird sein Name genannt.
Gedenkstätten
Epitaph mit Porträt in St. Stephan; Bischof.-S.-Preis der Erzdiözese Wien für liturgische Musik 2000ff.
Literatur
MGG 12 (1965); Czeike 5 (1997); Beiträge v. A. Fenzl, E. Škulj u. Th. Antonicek in Th. Antonicek et al. (Hg.), [Kgr.-Ber.] Die Wr. HMK 1 (1999); NGroveD 23 (2001); Riemann 1961; J. Mantuani, Gesch. der Musik in Wien 1 (1907); [Kat.] Musica Imperialis 1998; Weissenbäck 1937; Personenlex. Öst. 2001; MGÖ 1 (1995).

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Slatkonia (Slatkonja, Slakany, griech. Chrysippus [„Goldpferd“]), Georg von‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]


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