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Halévy, Halévy, true Jacques-François-Fromental-Elie
* 1799 -05-2727.5.1799 Paris, 1862 -03-1717.3.1862 Nizza/F. Komponist. Ausbildung am Conservatoire in Paris und ab 1812 bei L. Cherubini. Als Gewinner des Rom-Preises 1819 ging er nach Italien. Auf der Rückreise nach Frankreich blieb er für ein halbes Jahr in Wien (1822/23), wo er mehrmals L. v. Beethoven traf. Bei A. Diabelli erschien ein Rondeau ou Caprice pour piano. In Paris komponierte er zunächst operas comiques, 1827 wurde er Prof. am Conservatoire (ab 1840 Prof. für Komposition). Zu seinen Schülern zählten u. a. Georges Bizet, Charles Gounod und Charles Lecocq. 1826–29 Chef de chant am Théâtre Italien, 1829–45 an der Opéra, ab 1840 Direktor der Privatmusik des Herzogs von Orléans. H. wurde zum wichtigsten Vertreter der neuen großen Oper (Grand Opéra). In Wien wurden seine Opern ab 1834 sehr erfolgreich im Theater in der Josefstadt sowie am Kärntnertortheater aufgeführt, die meisten Aufführungen erlebte Die Jüdin.
Ehrungen
Rompreis 1818, 1819; Ritter der Ehrenlegion 1835; Mitglied der Académie des Beaux-Arts 1836; Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien 1841.
Werke
Opern; Kantaten; Lieder; Klavierstücke.


Sein Sohn Ludovic (1834–1908) betätigte sich als Librettist von Operetten und Vaudevilles. Er übersetzte u. a den Text von W. A. Mozarts Schauspieldirektor, der 1856 als L’Impresario in den Bouffes-Parisiens aufgeführt wurde. Weiters verfasste er den Text zu Reveillon, der Vorlage zur Operette Die Fledermaus von J. Strauß Sohn.


Literatur
NGroveD 10 (2001); R. Jordan, F. H. 1994; Bauer 1955; MGG 5 (1956); R. v. Perger/R. Hirschfeld, Die Geschichte der k.k. GdM 1912; Hadamowsky 1975.

Autor(en)
Andrea Harrandt
Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Halévy, Jacques-François-Fromental-Elie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]