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Reischl, Reischl, Peter: Brüder
Peter: * 1944-03-1313.3.1944 Graz, † 2018-11-1010.11.2018 Graz. Musiker, Buchhalter, Cafétier. Lernte als Kind Zither und machte mit seinen Brüdern Hausmusik. Später lernte er Gitarre und gründete 1963 mit seinen Brüdern Michael und Günther die Tanzkapelle White Stars, für die er als ausgebildeter Buchhalter die finanziellen Belange übernahm. Im Alter von 20 Jahren eröffnete er in Graz das Café „White Star“, das zum beliebten Treffpunkt von Musikern und Sportlern wurde. Gemeinsam mit seinem Bruder Bernd Gründer der Österreichischen Musikermesse.

Walter: * 5.1.1948 Graz. Sänger, Musiker, Komponist, Textautor. Spielte bereits im Alter von fünf Jahren Akkordeon, vier Jahre später Orgel in einer Kirche. Musikunterricht am Grazer Konservatorium (Klavier, Cello), Klavierbauerlehre. Sänger und Komponist der von ihm mitgegründeten White Stars. Bis 1974 als Klavierbauer tätig, 1974–79 Inhaber eines Schallplattengeschäfts. Ab 1978 25 Jahge lang Mitarbeiter beim ORF Landesstudio Steiermark (Abteilung Unterhaltung, zuletzt Musikchef und Moderator).


Ehrungen
11 Goldene und 2 Platin-Schallplatten; Kristallschallplatte für das Gesamtwerk der White Stars; Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark; Großes Goldenes Ehrenzeichen der Stadt Graz; Prof.-Titel 2009.
Werke
Ich war nie ein Casanova, Bye bye little Lady, Wenn ein Mädchen weint, Das Bild von dir.


Werner (Pseud.e Michael Schreiber, Michael Bewe): * 22.5.1951 Graz. Text- und Schulbuchautor, Pädagoge, Sänger. Als Kind Violinunterricht an der Landes-MSch. in Graz und privat, Gesangsausbildung in den 1970er Jahren bei Fridl Pöltinger an der MHsch. in Graz. Lehramtsstudium für Religion, Musik und Deutsch an der Pädagogischen Akad. der Diözese Graz-Seckau. 1976–2011 Prof. an der religionspädagogischen Akad. in Graz-Eggenberg. 1971 Mitbegründer der Tanzkapelle Regenbogen, für die er 13 Jahre lang als Leadsänger fungierte. Produzierte, komponierte und interpretierte 1982–85 mit seinem Bruder Michael die erfolgreiche LP-Serie Sing mit mir ein Halleluja. Für diese wurde ihm in Österreich die goldene Schallplatte verliehen (die erste in Europa für religiöses Liedgut). Machte moderne rhythmische, religiöse Lieder auch über Radio und TV populär. Seit 1985 auch als freier Komponist und Autor tätig, in erster Linie in Zusammenarbeit mit seinem Bruder Michael unter dem gemeinsamen Pseudonym „Michael Schreiber“. Ein weiteres gemeinsames Pseudonym, „Michael Bewe“, verwendete er mit Michael und Bernd. Viele seiner Titel aus den Bereichen Schlager und volkstümliche Musik wurden Hits. Von ihm getextete Lieder gewannen zahlreiche Hitparaden und Superhitparaden in Radio und Fernsehen.


Ehrungen
Gold für Sing mit mir ein Halleluja, dreimal Gold in Deutschland mit den Kastelruther Spatzen, zweimal Gold mit den Alpenrebellen in Österreich, Platin in der BRD für Franz, fahr net nach San Francisco.
Werke
mehr als 500 Titel, darunter Herzschlag für Herzschlag, Über Rhodos küss ich dich, Halleluja (dieses Lied wurde 2005 über TV zum beliebtesten Stimmungshit der BRD gewählt), Aber dann im Garten Eden, Madonna mia, Wir sind alle Indianer, Wir san net die Stones, Ihr sollt ein Segen sein, Gegrüßet seist du Maria;CD W. R. – Neue religiöse Lieder 2010.


Bernd (Pseud. Michael Bewe): * 22.8.1952 Graz. Musiker, Komponist. Als Kind Harmonika- und Klavierunterricht, studierte für jeweils ein Jahr Orgel und Klarinette an der Grazer MHsch., Lehrausbildung zum Elektriker. 1971 Mitbegründer der Tanzkapelle Regenbogen, bei der er bis zu ihrer Auflösung 1994 als Bassist blieb. Seit 1979 Betreiber eines eigenen Tonstudios. Mitbegründer und Mitorganisator der Österreichischen Musikermesse, die 1982–98 in Graz ein großer Erfolg war und bis zu 20.000 Besucher anlockte.


Ehrungen
Platin in Deutschland für Franz, fahr net nach San Francisco.
Werke
Twisty star; Wenn du heute abend traurig bist; Franz, fahr net nach San Francisco.


Michael (Pseud.e Michael Schreiber, Michael Bewe): * 21.12.1954 Graz. Musiker, Komponist, medizinisch-technische Fachkraft. Klavierausbildung am bischöflichen Gymnasium und an der Landes-MSch. in Graz, 1973–75 Gesangsausbildung an der MHsch. in Graz, als Gitarrist Autodidakt. Ab 1975 im Landeskrankenhaus Graz als medizinisch-technische Fachkraft tätig. 1974–84 Gitarrist bei den White Stars, für die er auch viel komponierte und 1981–85 zusätzlich als Tontechniker tätig war. Seit 1985 als freier Komponist und Autor tätig (Zusammenarbeit v. a. mit seinem Bruder Werner, aber auch mit Robert Jung, Dagmar Obernosterer, Peter Wessely, Helmut Frey, Ben Brooker, Jutta Staudenmayer, Renate Stautner u. a. ). Gewann mit von ihm komponierten volkstümlichen Schlagern zahlreiche Hitparaden und Superhitparaden in Radio und Fernsehen.


Ehrungen
mit den White Stars 11 Goldene, 2 Platinschallplatten und eine Kristallplatte; gem. m. We. R. Gold für Sing mit mir ein Halleluja, dreimal Gold in Deutschland mit den Kastelruther Spatzen, zweimal Gold mit den Alpenrebellen in Österreich, Platin in der BRD für Franz, fahr net nach San Francisco.
Werke
über 600 Titel, darunter Herzschlag für Herzschlag, Über Rhodos küss ich dich, Halleluja, Aber dann im Garten Eden, Madonna mia, Wir sind alle Indianer, Weil i a Schürzenjaga bin, Wir san net die Stones, Ihr sollt ein Segen sein.
Literatur
Robin 1999; Lang 1986 [Wa. u. B. R.]; Who is who in Öst. 1997 [Wa. R.]; www.whitestars.at (12/2020); www.meinbezirk.at (12/2020); www.werner-reischl.at (12/2020); Mitt. M. R. (5/2005).

Autor(en)
Barbara Boisits
Monika Kornberger
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits/Monika Kornberger, Art. „Reischl, Brüder‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 11.10.2021]