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Tomaschek Tomaschek true (Tomášek), Wenzel Johann Baptist (Václav Jan Křtitel)
* 1774 -04-1717.4.1774 Skutsch/Böhmen (Skuteč/CZ), 1850 -04-033.4.1850 Prag. Komponist, Musikpädagoge. Erhielt in Chrudim (heute CZ) Geigen- und Gesangunterricht. Nach Studien im Minoritenkloster Iglau und ab 1790 in Prag (auch an der Univ.) verlegte er sich unter dem Eindruck von W. A. Mozarts Don Giovanni autodidaktisch auf die Musik. Er begann zu komponieren und als Salonpianist aufzutreten. 1801 nahm er Unterricht bei G. J. Vogler und J. N. Forkel. 1806 trat er in die Dienste von Georg Graf Buquoy, der ihn als Komponisten anstellte und ihm eine Wohnung in seinem Prager Palais gab. 1801, 1808 und 1814 (Wiener Kongress) reiste T. nach Wien, wo er J. Haydn, L. v. Beethoven, L. A. Kozeluch und L. Spohr begegnete. 1824 verließ er seinen Gönner und gründete eine eigene MSch. (Schüler u. a. E. Hanslick, J. H. Voříšek, J. Sellner), wodurch er zur zentralen Persönlichkeit des Prager Musiklebens in der 1. Hälfte des 19. Jh.s wurde. Johann Wolfgang v. Goethe schätzte T.s Vertonungen seiner Gedichte.
Werke
Opern (Seraphine 1811), Szenen nach Faust (J. W. v. Goethe) u. Dramen Friedrich Schillers; Kirchenmusik, Kantaten, Chöre, Lieder; Symphonien, Klavierkonzerte, Klavierstücke (Églogues, Rhapsodien, Variationen über O du lieber Augustin), Tänze.
Schriften
Selbstbiographie in Libussa 1845–50.
Literatur
NGroveD 25 (2001); MGG 13 (1966); Wurzbach 46 (1882); LdM 2000; MGÖ 2 (1995).

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Tomaschek (Tomášek), Wenzel Johann Baptist (Václav Jan Křtitel)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]