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Betsingmesse
Eine der neuen Liturgieformen, welche die Klosterneuburger „Liturgische Bewegung“ unter Michael Pfliegler und Pius Parsch ab den 1920er Jahren hervorgebracht hat. Gewann auf sog. volksliturgische Entscheidungen des 2. Vatikanischen Konzils (1958–63) großen Einfluss, da sie das aktive Zusammenwirken von Zelebranten und Kirchengemeinde bei der Messe (deutschsprachige Gemeinschaftsmesse in deutlichem Gegensatz zur lateinischen nach-tridentinischen Messfeier) vorwegnahm. Getragen von der zentralen Idee „Kirche und Welt“, fußte sie musikalisch stark auf den Erfahrungen der Jugendbewegung. Dem erst relativ spät dazugestoßenen V. Goller folgten hier als führende Musiker J. Lechthaler, die Brüder Kronsteiner u. a.
Literatur
R. Pacik, Volksgesang im Gottesdienst 1977; Flotzinger 1983; MGÖ 3 (1995), 206, 326.
Autor*innen
Rudolf Flotzinger
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2002
Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Betsingmesse‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 18.2.2002, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f87a
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.