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KainzKainzJoseph Wolfgang: (-Holland), Familie
Joseph Wolfgang: * 1773 -10-2323.10.1773 Salzburg, † 1855 -02-1313.2.1855 Salzburg. Sänger (Bass). Seine Ausbildung erhielt er als Sängerknabe an St. Peter und schlug dann eine professionelle Laufbahn als Sänger ein: nach seinem Debüt in Salzburg war er in Innsbruck, Linz und Graz engagiert. 1807 wechselte K. nach Wien an das Kärntnertortheater bzw. das Theater an der Wien. Den Höhepunkt seiner Karriere bildete das Engagement an das Ständische Theater in Prag (1816–39), das er 1834 sogar kurze Zeit interimistisch leitete. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte K. in Salzburg. Sein Repertoire war breit gestreut und reichte von Singspielen bis zu der großen italienischen wie deutschen Oper. Seine Frau

Kathinka, geb. Schröf(f)el: * 26.6.1767 ? (Bayern), † ? Salzburg. Sängerin. Besaß eine ausgezeichnete musikalische Ausbildung (u. a. Gesang bei Giovanni Evangelista Valesi, Klavier bei Matthias Buchweiser), schlug jedoch nie eine Bühnenlaufbahn ein, sondern widmete ihre Aufmerksamkeit der Ausbildung der gemeinsamen Tochter

Marianne Katharina Theresia: * 19.5.1800 Innsbruck, † 21.3.1866 Brünn. Sängerin (dramatischer bzw. Koloratursopran). Nach ihrer Ausbildung durch die Eltern und J. A. Röckel debütierte sie 1816 unter C. M. v. Weber (Wien, Dresden, Dessau, Hamburg, Bremen, Hannover, Straßburg etc.) und war auch als Konzertsängerin erfolgreich. 1836 trat sie von der Bühne ab und ließ sich als Gesangspädagogin in Königsberg (Kaliningrad/RUS), 1838 in Reval (Tallinn/EST) nieder. K. war in erster Ehe mit dem Sänger und Schauspieler Konstantin Holland (* 16.2.1804 Białystok/PL, † 2.4.1866 Breslau [Wrocław/PL]) verheiratet, in zweiter mit dem Theaterunternehmer von Kostelo(o)t. K. wurde von den Zeitgenossen wegen ihrer brillanten Technik und ihres großen Stimmumfanges geschätzt, doch gleichzeitig ihr (wie auch ihres Vaters) steifes Spiel bemängelt.

Marie Holland: * 12.5.1833 Riga/LV, † 6.8.1902 Stettin (Szczecin/PL). Sängerin (Koloratursopran), Katharinas Tochter aus erster Ehe. Sie debütierte bereits mit 5 Jahren in Reval (Tallinn) als Lilly in F. Kauers Donauweibchen und reiste in der Folge als Wunderkind durch Russland. 1847–51 an diversen russischen Bühnen als Soubrette engagiert, danach ging sie zu weiterer Gesangsausbildung nach Italien; ab 1853 ist H. v. a. an deutschen Bühnen (Danzig, Rostock, Mainz etc.) zu finden. Um 1870 nach Schweden engagiert, beendete sie vier Jahre später ihre Bühnenlaufbahn. Ihre weiteren Lebensjahre verbrachte sie in Berlin, wo sie als Gesangslehrerin hoch geachtet war.


Literatur
MGG 8 (1958); ÖBL 3 (1965); K-R 1997 u. 2002; Wurzbach 10 (1863).

Autor(en)
Elisabeth Th. Hilscher
Empfohlene Zitierweise
Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Kainz (-Holland), Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]