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Millenkovich Millenkovich true (Pseud. Morold), Max von
* 1866 -03-022.3.1866 Wien, 1945 -02-055.2.1945 Baden/NÖ. Schriftsteller. Beamter des Unterrichtsministeriums, 1917/18 Direktor des Burgtheaters, Mitglied und zuletzt Mittelpunkt verschiedener alldeutscher und/oder deutschnationaler Zirkel. Brachte noch 1918 ein auf älteren Unterlagen fußendes Bändchen über die österreichische Tonkunst heraus, das zwar historisch erst bei Ch. W. Gluck ansetzt, aber mehrfach weiter in die Geschichte zurückgreift und auch auf allgemeinere Fragen, darunter die Bestimmung einer österreichischen Spezifik in der Musik, eingeht. Damit gehört M. zu den Vorläufern der für die 1920/30er Jahre charakteristische Vorstellung vom sog. „österreichischen Menschen“ (Identität) bzw. von Österreichs „deutscher Sendung“.
Schriften
Das Kärntner Volkslied und Thomas Koschat 1895; Josef Reiter 1903; Anton Bruckner 1912; Hugo Wolf 1912; Die dt. Tonkunst in Österreich I: Klassische Musik in A. Müller-Guttenbrunn (Hg.), Rumeshalle dt. Arbeit in der Oesterr.-Ungarischen Monarchie 1916; Die österr. Tonkunst 1918 [weitgehend identisch mit der Vorhergenannten]; Wagners Kampf und Sieg 1930; Vom Abend zum Morgen 1940; Libretti u. a. zu J. Reiters Oper Der Bundschuh 1895.
Literatur
ÖL 1995; MGÖ 1 (1977); R. Flotzinger in Ch. Brünner/H. Konrad (Hg.), Die Univ. und 1938, 1989.

Autor(en)
Rudolf Flotzinger
Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Millenkovich (Pseud. Morold), Max von‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]