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Puccini, Puccini, true Giacomo Antonio Domenico Michele Secondo Maria
* 1858 -12-2222.12.1858 Lucca/I, 1924 -11-2929.11.1924 Brüssel. Komponist. Aus einer Musikerfamilie stammend, am Mailänder Konservatorium ausgebildet. 1883 beteiligte er sich mit seiner ersten Oper Le Villi an dem vom Verlag Sonzogno ausgeschriebenen Wettbewerb; sie erhielt zwar keinen Preis, wurde jedoch in Mailand/I erfolgreich aufgeführt, worauf Giuseppe Ricordi P. verpflichetete. Mit dem damit verbundenen regelmäßigen Einkommen widmete sich P. völlig der Komposition, in erster Linie von weiteren Opern. 1897–1926 fanden in Wien – im Theater an der Wien, in der Volksoper Wien, zumeist aber in der Wiener Hof- bzw. Staatsoper – die österreichischen EA.en seiner Meisterwerke (Manon Lescaut bis Turandot) statt. Seine auch damals schon beim Publikum erfolgreichen Opern wurden allerdings von G. Adler als „Schundliteratur“ und „Halbweltmusik“ bezeichnet, womit er mit den meisten damaligen Rezensenten übereinstimmte. Heute wird P.s Leistung für das Operntheater höher eingeschätzt: Er gilt als Nachfolger G. Verdis, stellt sich vom gleichzeitig aufkommenden Verismo jedoch v. a. als Vertreter der Spätromantik dar, nicht ohne bewusst die Werke seiner Zeitgenossen (u. a. Claude Debussy, Igor Strawinsky, A. Schönberg) zu verfolgen. Aus dem Projekt einer komischen Oper für das Carltheater in Wien, von S. Eibenschütz und H. Berté vorgeschlagen, wurde später La Rondine, 1917 in Monte Carlo ur-, 1920 in Wien erstaufgeführt. P.s Bohème galt die erste Aufführung nach dem Zweiten Weltkrieg in Wien (Volksoper 15.5.1945).
Gedenkstätten
P.gasse (Wien XXIII).
Werke
W: Kirchenmusik; 12 Opern (z. T. mehrfach bearbeitet); Orchestermusik; Kammermusik; Orgel- u. Klavierstücke; Chorwerke; Lieder.
Literatur
NGroveD 19 (2001) [mit WV]; Czeike 4 (1995); MGG 10 (1962) [mit WV]; Riemann 1961 u. 1975; Stieger II/3 (1978); G. Adler in Kriegsalmanach 1914/16, 1915; MGÖ 3 (1995).

Autor(en)
Uwe Harten
Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Puccini, Giacomo Antonio Domenico Michele Secondo Maria‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]