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Schenner, Schenner, Georg: Familie
Johann Georg: * 1806-02-2626.2.1806 St. Agatha bei Bad Goisern/OÖ, † 1893-06-1414.6.1893 Untersee bei Bad Goisern/OÖ. Lehrer und Organist. Sohn des evangelischen Schullehrers Leopold Sch. (* ca. 1767, † nach 1830), der 1792 bereits in St. Agatha im Salzkammergut unterrichtete. G. Sch. war ab 1823 als Lehrer tätig, zum Zeitpunkt seiner Verehelichung 1830 in Roitham. Bald danach wechselte er an die evangelische Schule nach St. Agatha. Er genoss auch als Organist hohes Ansehen.

Seine Söhne

Joseph Wilhelm: * 20.3.1839 St. Agatha, † 27.9.1913 Wien. Organist, Pianist, Musikpädagoge. War wohl ab 1860 für ca. vier Jahrzehnte Organist an der evangelisch-reformierten Kirche in Wien (Nachfolge von J. Richter) und absolvierte 1854–62 das Konservatorium der GdM (zunächst Violoncello bei K. Schlesinger, ab 1857 Klavier bei E. Pirkhert und J. Dachs; 1854/55 und 1856/57 Harmonie- und Kompositionslehre bei S. Sechter), an dem er 1864–1904 Klavier unterrichtete. Daneben auch Tätigkeit als Konzertpianist. Während seiner 40-jährigen Lehrtätigkeit sorgte er für die pianistische Grundausbildung unzähliger namhafter Komponisten und Musiker (z. B. C. Führich, H. Wottawa, J. Pembaur [I], F. Mottl, C. Luze) sowie auch G. Adlers.


Ehrungen
Silberne Vereinsmedaille der GdM 1862; Ritterkreuz des Franz Joseph-Ordens 1902; Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone.


Ferdinand: * 21.11.1846 St. Agatha, † 2.12.1910 Brünn/Mähren (Brno/CZ). Lehrer, Organist, Komponist. Erhielt seine erste musikalische Ausbildung vom Vater, besuchte die Lehrerbildungsanstalt in Graz, wo er auch an der Schule des Musikvereins für Steiermark (Violine, Flöte) studierte und landwirtschaftliche Vorlesungen hörte; an der akademischen Turnlehranstalt lernte er P. Rosegger kennen. Er war zunächst an der landwirtschaftlichen Schule in Grottenhof bei Graz tätig, danach Schulleiter, Kantor und Organist in St. Ruprecht/K und ab 1870 Lehrer und Organist in Brünn. 1875 absolvierte er die Staatsprüfung für Musiklehrer an Mittelschulen und Lehrerbildungsanstalten.


Werke
Orgelwerke, Liederbuch.


Julius (* 18.4.1844 St. Agatha, † 3.12.1916 [Ort?]), war Direktor der Wiener evangelischen Schule.


Literatur
Riemann 1929; F-A 1936; Eisenberg 1893; Krackowizer/Berger 1931; E. Decsey, Musik war sein Leben 1962, 37f; K. Hehn in P. Karner (Hg.), Die evangelische Gemeinde H. B. in Wien 1986; R. v. Perger/R. Hirschfeld, Gesch. der K. k. GdM 1912, 325 u. 338; Neue Wr. Musik-Ztg. 5.8.1858, 123, 26.4.1860, 66; [Bad Ischler] Fremden-Liste 19.8.1863, 2; NFP 18.1.1865, Abendbl., 2; [Linzer] Tages-Post 25.2.1865, 2, 9.3.1865, 2, 11.11.1865, 5, 6.3.1866, 3, 17.6.1893, 4, 8.12.1910, 4; Illustrirtes Wr. Extrabl. 16.5.1902, Abend-Ausg., 2; Neues Wr. Tagbl. 14.9.1902, 11; Dt. Volksbl. 20.3.1909, 9; Oberösterr. Landesarchiv (Trauungsbuch 1784–1837 der Pfarre Bad Goisern, pag. 1 u. 104; Taufbuch 1787–1837 der Pfarre Bad Goisern, pag. 11; Taufduplikate der Pfarre Bad Goisern 1839, 1844 u. 1846); www.myheritage.de (5/2016); eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Schenner, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/10/2017]