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Schmidt, Schmidt, Adam August: Familie
Adam August: * 1777 -12-1717.12.1777 Wien, † 1847 -08-1313.8.1847 Wien. Musiker, Beamter. Schüler des Violinvirtuosen N. Mestrino. Kurze Zeit Dirigent am Theater in Pest (Budapest). Ab 1798 in der Staatshauptbuchhaltung tätig, 1808–42 Rechnungsoffizial bei der Staats-Credits- und Central-Hofbuchhaltung. Sch. veranstaltete in seiner Wohnung regelmäßig Quartettabende und wirkte bei Konzerten L. v. Beethovens mit. Er war u. a. auch Orchesterdirigent der Pfarrkirche (Trinitarier-, Minoritenkirche) in der damaligen Alservorstadt (Wien VIII).
Literatur
S. Eschwé, Aug. Sch., Diss. Wien 1980; ÖBL 10 (1994).


Sein Sohn August: * 9.9.1808 Wien, † 13.10.1891 Wien-Unter St. Veit (Wien XIII). Schriftsteller, Komponist, Beamter. Erster Violinunterricht bei seinem Vater, auch Gesangs- und Kompositionsunterricht (letzteres bei H. Payer). 1828–34 Militärdienst. 1834–70 in der Staatsschuldenkassa tätig (zuletzt als Kontrollor). 1842 Gründer der Philharmonischen Konzerte (gemeinsam mit A. J. Becher), 1843 des Wiener Männergesang-Vereins (bis 1845 Vorstand der Direktion) und 1858 der Wiener Singakademie (gemeinsam mit F. Stegmayr; Vorstand bis 1860). 1841 gründete er die Allgemeine Wiener Musik-Zeitung (Musikzeitschriften), zu deren Mitarbeitern Becher gehörte, trat 1847 aber wegen behördlicher Sanktionen von der Herausgabe und Redaktion zurück und übergab sie an F. Luib. In der Folge v. a. als Rezensent, u. a. im Wanderer (1856–72 dessen Musikreferent), und Korrespondent (1852–54 [Wurzbach: 1850–52] bei der Süddeutschen Musik-Zeitung) tätig. Sch. förderte auch die Errichtung von Musikerdenkmälern (Ch. W. Gluck [auf dem Matzleinsdorfer Friedhof], J. Haydn [auf dem Hundsthurmer Friedhof und in Rohrau/NÖ]; Gedächtnis).


Gedenkstätten
Ehrengrab am Wr. Zentralfriedhof.
Ehrungen
Dr. phil. der Univ. Jena/D (ohne Studium) 1839; Ehrenmitglied des Musikvereines für Steiermark 1847, des Wr. MGV.s 1850, der Wr. Singakad. 1882 und zahlreicher weiterer Vereine.
Werke
Lieder (auch Soldatenlieder), Walzer, Nationalgarde-Marsch, Konzertstücke f. V.
Schriften
Musikalische Reisemomente 1846; Denksteine 1848 (Musiker-Biographien); Der Wr. Männergesang-Verein 1868; Hg.: Taschenbuch für das […] Theater in der Leopoldstadt 24–27 (1837–40); Der Novellist, 2 Bde. 1838; Orpheus. Musikalisches Taschenbuch 1–3 (1840–42); Allgemeine Wr. Musik-Ztg. 1–7 (1841–47) (ND 1976); Gedichte (u. a. vertont von F. S. Hölzl, J. F. Kloss, B. Randhartinger, W. Reuling, J. Vesque v. Püttlingen), Erzählungen, Reiseberichte.
Literatur
S. Eschwé, Aug. Sch., Diss. Wien 1980; ÖBL 10 (1994); Riemann 1929; Czeike 5 (1997); ÖL 1995; MGÖ 2 u. 3 (1995); Wurzbach 30 (1875); DBEM 2003; E. Hanslick, Gesch. des Concertwesens in Wien 1869; R. Hofmann, [Fs.] Der Wr. Männergesangverein 1893; Adametz (1943) [Bild]; K. Kretschek, Fs. 125 Jahre Wr. Männergesang-Verein 1968; E. Anzenberger-Ramminger in [Fs.] 150 Jahre Wr. Männergesang-Verein 1843–1993, 1993 [Bild]; Th. Haas in Der Merker 10 (1919); F-A 1936; Schul- und Konzertbericht des Steiermärkischen Musikvereines in Graz für das Schuljahr 1913–1914, 1914. – Teilnachlass WStLB.

Autor(en)
Barbara Boisits
Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Schmidt, Familie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 03/06/2005]