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Singer, Singer, true Edmund (Ödön)
* 1831-10-1414. [Wurzbach: 18.] 10.1831 Totis/Ungarn (Tata/H), 1912-01-2323.1.1912 Stuttgart/D. Geiger und Komponist. Erhielt seine erste Ausbildung bei József? Ellinger in Budapest und trat am 10.4.1840 mit einem Konzert von Charles Auguste de Bériot erstmals öffentlich auf. Anschließend Studium am Budapester Konservatorium bei Ridley Kohne, mit diesem 1841/42 Konzertreise durch Ungarn und Siebenbürgen. 1843/44 studierte S. in Wien bei Jos. Böhm am Konservatorium der GdM Violine und bei G. v. Preyer (Komposition), anschließend reiste er über Budapest nach Paris, wo er ein Jahr Konservatoriumsschüler gewesen sein soll. 1846–48? war er Orchesterdirektor und Solist am Pester Deutschen Theater, darauf folgende Konzertreisen führten ihn nach Dresden/D und Leipzig/D. F. Liszt empfahl S. an die Weimarer Hofkapelle, wo er 1854 eine Anstellung als Kammervirtuose und 1856 eine als Hofkonzertmeister erhielt (Nachfolger J. Joachims). 1861–1902, auf Empfehlung G. Meyerbeers, Lehrer am Konservatorium in Stuttgart sowie ebenfalls Hofkonzertmeister und Kammervirtuose. 1878 war S. Gründer des Stuttgarter Tonkünstler-Vereins. Weiterhin trat er jedoch auch als Violinvirtuose in ganz Europa auf, u. a. in Wien und in Gran (Esztergom/H) im Rahmen der Uraufführung von Liszts Graner Festmesse.
Werke
Konzertstücke, Phantasien, Capricen etc. f. V. bzw. V. und Kl. – gem. m. M. Seifriz, Große theoretisch-praktische Violinschule vom ersten Anfang bis zur höchsten Ausbildung 2 Bde. (1881–84).
Literatur
MGG 15 (2006); ÖBL12 (2005); Riemann 1929; A. Ehrlich (Hg.), Berühmte Geiger der Vergangenheit und Gegenwart 1893; Wurzbach 35 (1877); F-A 1936; W. Huschke, Musik im klassischen und nachklassischen Weimar 1982; A. v. Schorn, Das nachklassische Weimar 2 (1912).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Singer, Edmund (Ödön)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 25/02/2015]