Spielmann, Julius
* 21.7.1856 Prag, † 12.6.1920 Berlin. Sänger (Tenor). War 1884 in Iglau (Jihlava/CZ) engagiert, danach an verschiedenen Bühnen Böhmens (1885 Chorist am Prager Nationaltheater [hier gefördert von A. Neumann], 1887 Solist in Böhmisch-Leipa [Česká Lipa/CZ] und Pilsen [Plzeň/CZ], 1888/89 in Teplitz [Teplice/CZ]). 1889/90 Mitglied des Grazer Theaters, danach 1891 in Berlin, 1892 in Stettin (Szczecin/PL) und 1892–95 am Theater an der Wien. Nach einem Engagement in Hamburg/D (1895/96) kam Sp. wiederum nach Wien, sang hier 1896–98 und 1899 am Carltheater (1899 Mitwirkung in der UA von Wiener Blut von Joh. Strauß Sohn), dazwischen an der Hofoper. Über St. Petersburg/RUS (1900–02), München/D (1902/03), Berlin (1907/08), Amsterdam (1909/10) und Hamburg (1910/11) gelangte er nach Berlin, wo er 1913/14 an der Komischen Oper und ab 1915 am Theater am Nollendorfplatz sang. Sp., der sich v. a. der Operette widmete, obwohl er 1895/96 in Hamburg erfolgreich Partien in Opern Rich. Wagners gesungen hatte, wirkte auch als Theaterleiter und unternahm mit einer Wiener Operettengesellschaft ab 1896 Tourneen durch Rumänien und Russland.
Lit: K-R 1997; Kosch 4 (1998); Eisenberg 1893; Ulrich 1997.


ChF  
[ Zuletzt aktualisiert: 2012/01/25 16:27:48 ]

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Quelle: Österreichisches Musiklexikon, Kommission für Musikforschung
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