Logo ACDH-CH
OeML Schriftzug
Logo OeML
Logo Verlag

Zötl, Zötl, true Hans
* 1846-09-044.9.1846 Schärding/OÖ, † 1938-12-2525.12.1938 Eferding/OÖ. Jurist, Sammler, Dialektdichter. Sohn des Bräumeisters Josef Z. und der Ursula Wieshofer. Z. besuchte das Gymnasium in Linz und Krems und studierte ab 1866 Jus an den Univ.en Wien und Graz (1872 Dr.). Seit 1869 war er Mitglied der Akademischen Burschenschaft Oberösterreicher Germanen in Wien. 1871 begann er eine Juristenlaufbahn (Wien, Gmunden, Urfahr/OÖ, St. Johann im Pongau/Sb, Saalfelden/Sb, 1877–85 neuerlich Urfahr, ab 1885 Bezirksrichter in Bad Leonfelden/OÖ, ab 1895 in Eferding; Pensionierung 1915 als Vizepräsident des Landesgerichts). Z., der sich besonders der Erforschung und Verbreitung des Werks von F. Stelzhamer widmete, gründete 1882 gemeinsam mit A. Matosch und H. Commenda den Stelzhamer-Bund. Als solcher war er mitverantwortlich für die Herausgabe der Schriftenreihe Aus dá Hoamát. Den Komponisten H. Schnopfhagen ermutigte er zur Schöpfung des Hoamatgsang, der späteren oberösterreichischen Landeshymne. Für den Arbeitsausschuss für Oberösterreich des Österreichischen Volksliedunternehmens (nachmals Oberösterreichisches Volksliedwerk) war Z. als Sammler für den Bereich Eferding zuständig.
Gedenkstätten
Reliefportrait am Hansberg bei St. Johann am Wimberg/OÖ; Gedenktafel am Geburtshaus; Z.weg (Linz); Dr.-Z.-Weg (Bad Leonfelden); Dr.-H.-Z.-Weg (Eferding).
Ehrungen
Landesgerichtsrat; Ritter des Franz Joseph-Ordens; Ehrenmitglied des Oberösterr. Volksbildungsvereins 1910; Goldenes Turnerbund-Ehrenzeichen 1928.
Schriften
Franz Stelzhamer 1899/1900; Franz Stelzhamer unser Heimatführer 1928; Hg. (z. T. gem. m. A. Matosch u. H. Commenda) Reihe Aus dá Hoamát, 31 Bde. 1885–1937.
Werke
Franz Stelzhamer in Heimgarten (Singspiel m. Git. u. Zither).
Literatur
F. Manzenreiter in Oberösterr. Heimatbll. 59 (2005); Wurzbach 60 (1891); Krackowizer/Berger 1931.
Autor*innen
Christian Fastl
Klaus Petermayr
Letzte inhaltliche Änderung
14.4.2021
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl/Klaus Petermayr, Art. „Zötl, Hans‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 14.4.2021, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0001e7c2
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.


DOI
10.1553/0x0001e7c2
GND
Zötl, Hans: 127679995
OBV
Weiterführende Literatur

ORTE
Orte
LINKS


ACDH-CH, Abteilung Musikwissenschaft

Publikationen zur Musikwissenschaft im Verlag