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Hüni-Mihacsek Hüni-Mihacsek true (Mihaczek, Mihacsek-Hüni, geb. Mihacsek), Felicie
* 1891-04-033.4.1891 Fünfkirchen (Pecs/H), † 1976-03-2626.3.1976 München/D. Sängerin (Sopran). H.-M. studierte 1909–14 an der Wiener MAkad. bei R. Papier, ab 1913 erste öffentliche Auftritte in Wien als Konzertsängerin. 1916 wurde sie an das Stadttheater Hamburg/D engagiert, 1918 debütierte sie an der Wiener Staatsoper als Woglinde in R. Wagners Rheingold. Danach war sie u. a. in der UA von R. Strauss’ Die Frau ohne Schatten (1919) zu sehen und sang v. a. Partien von W. A. Mozart (Zauberflöte, Così fan tutte, Don Giovanni, Le Nozze di Figaro), R. Strauss (Ariadne auf Naxos, Elektra, Der Rosenkavalier) und R. Wagner (Lohengrin, Parsifal). 1922 debütierte H.-M. bei den Salzburger Festspielen, wo sie bis 1949 auftrat und u. a. von 1927–41 regelmäßig in W. A. Mozarts c-Moll-Messe sang. Daneben gastierte H.-M. in Berlin, Budapest, Frankfurt am Main/D, London, Prag und Zürich/CH. Ab 1919 wirkte sie außerdem bei A. Schönbergs Verein für musikalische Privataufführungen mit, wo sie z. B. 1919 A. Weberns Fünf Lieder op. 3, Claude Debussys Proses lyriques und H. Pfitzners Fünf Lieder op. 26 sang. 1922 übernahm sie den Sopranpart in Schönbergs Streichquartett op. 10 bei den Internationalen Kammermusik-Aufführungen in Salzburg. 1925 ging H.-M. an die Münchner Staatsoper, gastierte jedoch bis 1942 weiterhin an der Wiener Staatsoper. Ursprünglich Koloratursopranistin, sang H.-M. in München auch vermehrt lyrische und dramatische Partien. Sie wirkte an den UA.en von H. Pfitzners Das Herz (1931) und von R. Hegers Bettler Namenlos (1932) mit. 1937 sang sie die Titelpartie in der UA von Othmar Schoecks Massimilla Doni an der Dresdner Semperoper. Im Anschluss an ihr Engagement in München (bis 1945) trat sie hauptsächlich in Konzerten auf und war als Pädagogin tätig. Zu H.-M.s Schülern zählten u.a. Ch. Ludwig und Helga Müller-Molinari. Für Polydor nahm sie zahlreiche Partien auf Schallplatte auf (G. Verdis Aida, La Forza del Destino, Rigoletto). Sie war seit spätestens 1922 mit dem Schweizer Industriellen und Verleger Albert Hüni verheiratet.
Werke
Schallplattenaufnahmen auf Polydor.
Literatur
K-R 1997; MGG 9 (2003); NGroveD 11 (2001); https://archiv.wiener-staatsoper.at (7/2020); https://archive.salzburgerfestspiele.at, (7/2020); http://archive.schoenberg.at (7/2020); eigene Recherchen (Jahresberichte des Konservatoriums der GdM; www.anno.onb.ac.at).

Autor(en)
Meike Wilfing-Albrecht
Empfohlene Zitierweise
Meike Wilfing-Albrecht, Art. „Hüni-Mihacsek (Mihaczek, Mihacsek-Hüni, geb. Mihacsek), Felicie‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 15/12/2020]