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Peschek, Peschek, true Alfred (Pseud. Michel Bertrand)
* 1929 -05-1414.5.1929 Linz, 2015-02-044.2.2015 Linz. Komponist und Musikwissenschaftler. Besuchte das Linzer Bruckner-Konservatorium (F. H. Klein, Susanne Dressler) und studierte 1951–57 an der Wiener MAkad. (bei W. Pach, E. Tittel, R. Weissensteiner, H. Gillesberger, H. Swarowsky und J. N. David) sowie an der Univ. Wien Musikwissenschaft (bei E. Schenk) und Kunstgeschichte (1957 Dr. phil.). Mitglied des Akademie-Kammerchores und Substitut bei den Wiener Symphonikern (Schlagzeug), war jedoch auch als Wirtschaftstreuhänder-Praktikant tätig. 1957–68 Musikkritiker bei verschiedenen österreichischen Zeitungen und Mitarbeiter beim Rundfunk. Daneben wirkte P. 1959–62 als wissenschaftlicher Referent am Linzer Bruckner-Konservatorium (Musiktheorie), 1962 gründete er die DAP-Edition (1985: dap-compagnie) und 1967 das neue ensemble. Ab 1971 Zusammenarbeit mit der österreichischen Popformation Eela Craig, ab 1972 auch mit seiner späteren Frau, der Tänzerin und Choreographin Erika Gangl (* 19.10.1939 Linz, † 28.2.2000 Linz), einer Urgroßnichte von F. Liszt (Tanzstudio Erika Gangl bzw. Tanztheater Linz). Weitere Tätigkeiten als Aufnahmeleiter beim ORF (1973/74) und als Gymnasiallehrer.
Ehrungen
Theodor Körner-Preis 1967; Prof.-Titel 1984; Landeskulturpreis f. Musik des Landes Oberösterreich 1990; Würdigungspreis der Stadt Linz 1994; Kulturmedaille des Landes Oberösterreich 2000; Kulturmedaille der Stadt Linz 2001; Anton Bruckner-Preis des Landes Oberösterreich 2001.
Werke
Oper (Das Lichtgewand 1968), Orchestermusik (Visionen 1985), Stücke f. versch. kammermusikalische Besetzungen Improvisation I (f. Kl., Schlagzeug u. Str. 1964), Tonbandmusiken, Müfiadlablu (Mundartgedichte mit manipuliertem Popmusikbackground 1968/69), elektronische Musik, Schlager, Chöre, Werbemusik.
Schriften
Die Messen v. Franz Tuma (1704–74), Diss. Wien 1956; Tanzstudio Erika Gangl – Erika Gangl Tanzkompagnie 1994; zahlreiche Begleithefte zu Ausstellungen u. Festivals.
Literatur
MaÖ 1997; Goertz 1979, 1989 u. 1994; Who is who in Öst. 1997 [Gangl, P.]; Riemann 1975; F-A 2 (1978); W. Szmolyan in ÖMZ 25/3 (1970); www.peschek.at (2/2015); www.mica.at (7/2004).

Autor(en)
Christian Fastl
Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Peschek, Alfred (Pseud. Michel Bertrand)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]