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Weber, Weber, Fridolin Brüder
Fridolin d. J. von: * 1761 -11-2929.11.1761 Hildesheim/D, † 1833 -03-1111.3.1833 Hamburg/D. Violinist, Komponist. Studierte bei J. Haydn und war 1788 Mitglied der Kapelle von Fürst N. (I.) Esterházy, danach bei mehreren Theatergesellschaften in Deutschland, um 1812 Musikdirektor in Wiesbaden/D. 1819–33 war er Bratschist im Hamburger Stadttheater. F. W. werden die Pasticci Der Freybrief und Der Aepfeldieb mit Musik von Haydn zugeschrieben.

Franz Edmund von: * 19.6.1766 Hildesheim, † nach 1831 (Ort?). Komponist, Musiker. War 1787/88 Schüler von J. Haydn. Er war in der Schauspieltruppe des Vaters Franz Anton (1734–1812, Hofkapellmeister und Stadtmusikus in Eutin/D sowie Leiter einer Wanderbühne) und in anderen Gesellschaften als Musiker, aber auch als Direktor tätig. Am Salzburger Hoftheater war er um 1797 Musikdirektor. 1797 heiratete er Maria Aloisia, eine Tochter von F. A. Spitzeder. Nach Aufenthalten in verschiedenen deutschen Städten wirkte er 1812–19 als Musikdirektor in Bern, dann in Königsberg (Kaliningrad/RUS), Köln/D und Aachen/D (1824–26). Als Kontrabassist ging er mit seiner Tochter, der Sängerin Therese W. (verh. Atmer, * ca. 1800, † ?), nach Detmold/D und Würzburg/D (1830).


Werke
Singspiele (Martin Fex oder Ich habe der Brüder mehr 1795; Die Zwillinge ca. 1797); Kammermusik (3 Streichquartette 1804; Berceuse f. Vc. u. Kl., s. Abb.).


Carl Maria von: * 18.11.1786 Eutin, † 5.6.1826 London. Komponist, Dirigent, Pianist. Durch seinen Vater kam er früh mit dem Theater in Berührung. Nach Klavierunterricht erhielt er 1797 und 1801 in Salzburg von M. Haydn Kompositionsunterricht, dazwischen (1799) in München/D. Noch 1803 nahm er Unterricht bei G. J. Vogler in Wien. In dieser Zeit war er ständig auf Reisen, erste Anstellungen hatte er in Breslau (Wrocław/PL) und 1806/07 in Carlsruhe (Pokój/PL), 1807–10 als Sekretär von Hzg. Ludwig von Württemberg in Stuttgart/D. 1813–16 war er Opernkapellmeister in Prag, 1816–26 Hofkpm. in Dresden/D. 1817 heiratete er die Sängerin Caroline Brandt (1792–1852). W.s Freischütz, die erste große deutsche romantische Oper, wurde 1821 in Berlin uraufgeführt. Fragment blieben Die drei Pintos, die erst 1888 von G. Mahler vervollständigt wurden. Aufgrund des Erfolges des Freischütz (der in Wien in stark veränderter Fassung gespielt wurde) erhielt W. von D. Barbaja den Auftrag, für das Kärntnertortheater die Oper Euryanthe zu komponieren (UA 25.10.1823), die allerdings durchfiel und besonders von F. Grillparzer abgelehnt wurde. 1823 kam es in Baden zu einem Treffen mit L. v. Beethoven.


Werke
Opern (Abu Hassan 1810/11, Oberon 1826); Orchesterwerke (Konzerte, u. a. f. Klar., Konzertstück f-Moll f. Kl. u. Orch., 2 Symphonien); Klavierwerke (Aufforderung zum Tanze 1819); Messen, Lieder (Leyer u. Schwerdt f. Männerchor [T: Th. Körner] 1814).


Deren Cousinen (Töchter des Sängers und Violinisten Fridolin W. d. Ä. [1733–79]) J. Hofer, A. Lange, C. Mozart und S. Haibel waren Sängerinnen.


Literatur
NGroveD 27 (2001); MGG 14 (1968); Czeike 5 (1997); GerberNTL 4 (1814); Wurzbach 53 (1886); MGÖ 2 (1995); www.weber-gesamtausgabe.de (3/2006).

Autor(en)
Alexander Rausch
Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Weber, Brüder‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 13/03/2006]