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Pallos Pallos true (eig. Pollak?), Leopold Paul
* 1870-05-2323.5.1870 Budapest, † 1943-05-3131.5.1943 New York/USA. Komponist, Pianist. Seine musikalische Ausbildung erhielt P. in Budapest, spätestens ab 1894 trat er hier als Pianist öffentlich auf. Möglicherweise hielt er sich um 1900 in New York auf, wo 1902/03 Kompositionen für Klavier im Verlag seines Freundes August Werschinger (* 14.6.1869 [Ort?]/D, seit 1891 in New York) unter dem Namen Paul Pallos Pollini erschienen. Frank-Altmann erwähnt ihn auch als Dirigent in Amerika. Spätestens 1910 ließ sich P. in Wien nieder, wo er im Herbst im Etablissement Entre nous als Pianist auftrat. Von Jänner bis April 1911 musikalischer Leiter der Fledermaus, ab 1912 jener der Hölle (Kabarett). Im Mai 1915 begleitete er M. Mars bei einem Gastspiel in Teplitz. Ab August 1915 bis 1923/24 Kapellmeister und Hauskomponist des Simpl, danach ging er wieder zur Hölle. Ab Herbst 1924 Kapellmeister im Etablissement Pavillon. P. nahm als Klavierbegleiter auch Schallplatten auf, so 1917 mit Trude Voigt, 1923 mit Adolf Engel und 1927 mit F. Ressel. Er komponierte zahlreiche Chansons und Schlager, u. a. mit Texten von F. Löhner, F. Grünbaum und P. Herz. Im Herbst 1936 reiste er mit seiner Frau Rosa (* 4.11.1874, † ?) in die USA, im März 1938 emigrierte (Exil) das Ehepaar über Cherbourg/F endgültig dorthin. P. lebte ab 1940 in New York, wo er am 11. Mai als Klavierbegleiter bei einem „Lustigen Abend“ im Restaurant Neugröschl tätig war.
Werke
Operetteneinakter (Der rote Graf [T: F. Grünbaum], UA 30.8.1918 Ronacher, Frauenmörder [T: V. Léon], UA Saison 1918/19 Ronacher); Chansons (Die drei Pilger [T: J. Brammer u. A. Grünwald, s. Abb.], Die große Liebe,op. 24 [T: F. Löhner]); Schlager (Das Lied vom Kameel [T: F. Grünbaum], Frau’n die niemals man besessen [T: F. Grünbaum, s. Abb.], Gestern Nacht hab’ ich Marie nach Haus gebracht [T: H. Pflanzer], Sei wieder gut [T: F. Löhner]); Wienerlieder (Wien im Mai [T: F. Grünbaum]); Klaviermusik (Buds and blossoms, Cupid’s patrol, A Dream picture). – Teilnachlass New York Public Library.
Literatur
G. Wacks in M.-Th. Arnbom/G. Wacks (Hg.), Das Theater und Kabarett „Die H.“ 2010; F-A 1936; Ch. Klösch/R. Thumser, „From Vienna“ 2002; G. Wacks in M. Buhrs et al. (Hg.), Fledermaus Kabarett 2008; Stieger II/3 (1978); Pester Lloyd 19.4.1894, [7], 1.1.1898, [17], 8.3.1899, [6]; Pester Lloyd (Abendblatt) 23.2.1899, [1]; Neues Wr. Journal 20.9.1910, 9; Wiener Neueste Nachrichten 4.8.1919, 6; Das interessante Blatt 7.8.1919, 13; Wiener Illustrierte Ztg. 17.8.1919, 840; http://libertyellisfoundation.org (7/2016); https://familysearch.org/ark:/61903/1:1:2WTM-SH2 (7/2018); https://familysearch.org/ark:/61903/1:1:K7MZ-MW4 (7/2018); https://www.familysearch.org/ark:/61903/3:1:33SQ-G5FZ-T31?i=441&cc=1923888 (7/2018); WStLA (Meldearchiv); eigene Recherchen.
Autor*innen
Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
27.4.2022
Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Pallos (eig. Pollak?), Leopold Paul‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits (letzte inhaltliche Änderung: 27.4.2022, abgerufen am ), https://dx.doi.org/10.1553/0x0031417f
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 3.0 AT zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

MEDIEN
Neues 8-Uhr-Blatt (17.10.1924, 8)© ANNO/ÖNB
© Archiv Redaktion oeml
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© Privatarchiv Andreas Sperlich
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DOI
10.1553/0x0031417f
GND
Pallos (eig. Pollak?), Leopold Paul: 143345591
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