Recktenwald, Fritz
* 27.4.1876 Wien, † 1.10.1963 Bad Gastein/Sb. Kapellmeister, Komponist. Studium am Wiener Konservatorium der GdM. Ab 1896 Militärdienst, 1901 Gründung der Kapelle R., 1902 eines Künstlerquartettes. Daneben zwischen 1904/09 Dirigent der Kurorchester in Vulpera-Tarasp/CH bzw. Arco/Südtirol. Mitbegründer des Wiener Tonkünstlerorchesters ( Wiener Symphoniker ), dessen populäre Konzerte er neben H. M. Wallner bis 1908 leitete. 1909–11 Leiter des Münchner Tonkünstlerorchesters, danach bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges Kurkapellmeister des Kurorchesters Abbazia (Opatija/HR). 1915–18 Militärkapellmeister bei der Marinemusik in Pola (Pula/HR). 1920 Leitung des Orchesters im Schönbrunner Schlosskino, 1922 der Konzerte des Sinfonieorchesters im Wiener Burggarten, 1923–46 Kpm. der Kurmusik in Bad Gastein. Ab 1925 mit dem Wiener Konzertorchester F. R. Auftritte bei der RAVAG, später Gastdirigent verschiedener Rundfunkorchester.
P: Prof.-Titel 1956.
W: Singspiele (Die Meistersinger von Ottakring 1917, Der Musikant von Hernals 1935), Ballette (Die Lotosblume, Das Brenesselkleid), Ouvertüren (Wiener Luft, Sonne über Wien), Potpourris (Aus der Stadt meiner Träume, Wiener Weisen auf Reisen, Alles singt mit, Draußen in Grinzing), Märsche, Fantasien, Intermezzi, Suiten, Lieder, Wienerlieder (Neustift du altes; So a Weinderl; Liebhartstal, du süße Qual; Prater, du Herz von Wien).
Schr: Über das Dirigieren 1929.
Lit: B. Rektenwald, F. R. Leben und Werk, Dipl.arb. Wien 1998 [mit WV]; Riemann 1929; Dt. Musiker-Lex. 1929; Lang 1986; DBE 2003; eigene Recherchen.


MK  
[ Zuletzt aktualisiert: 2011/08/24 10:27:47 ]

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Quelle: Österreichisches Musiklexikon, Kommission für Musikforschung
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