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Ropitz, Ropitz, true Joseph (Jože)
* 1936 -04-1616.4.1936 Mittlern, Pfarre Edling/K. Priester, Kirchenmusiker, Lehrer, Komponist. Nach der Matura im bischöflichen Gymnasium Tanzenberg (Maria Saal/K) Theologiestudium 1955–61 in Klagenfurt, Priesterweihe 1960. Musikalische Ausbildung am Kärntner Landeskonservatorium u. a. bei Annemarie Groysbeck (Orgel), A. Wilhelmer und R. Keldorfer (Musiktheorie). 1966 Kirchenmusikstudium an der MHsch. Wien (u. a. bei H. Haselböck, E. Tittel, E. Romanovsky und H. Gillesberger), Diplom 1969, Lehramtsprüfung Religion 1974, Ergänzungsstudium Mag. art. 1985. Kaplan in Bleiburg/K (1961–63) und Althofen/K (bis 1964), zunächst als Präfekt im slowenischen Hermagoras-Schülerheim in Klagenfurt (bis 1966) tätig, daneben als Seelsorger für die Slowenen in Klagenfurt. Seit 1969 hat er als Diözesankantor die Gesamtverantwortung für die Kirchenmusik in der Diözese Gurk. 1969–99 Prof. für Religion an Klagenfurter Mittelschulen (BG Lerchenfeldstraße), daneben Musiklehrer an mehreren Schulen, v. a. bei den slowenischen Schulschwestern in St. Peter im Rosental/Št. Peter v Rožu (K). 1970–99 Leiter des Kantorenseminars am Kärntner Landeskonservatorium. Seit 1984 Leiter des Jakob Petelin-Gallus Chores Klagenfurt, mit diesem zahlreiche Konzertreisen (auch Nord- und Südamerika, Australien). Seit 1987 Vizepräsident der Österreichischen Kirchenmusikkommission, seit 1992 auch Vorsitzender der Kirchenmusikkommission der Diözese Gurk. Aushilfsseelsorger v. a. in Südkärnten. R. war maßgeblicher Mitherausgeber des Einheitsgesangbuches für alle slowenischen Diözesen Slavimo Gospoda (1988). Als Komponist schuf er ein umfangreiches Œuvre an Gebrauchsmusik für Liturgie und Schule auf Deutsch und Slowenisch.
Ehrungen
Förderungspreis für Musik des Landes Kärnten 1975; Oberstudienrat 1989; Geistlicher Rat 1991; Prof. Janežič-Preis 1995; Konsistorialrat 1995.
Schriften
Gesch. des Kirchengesanges in den gemischtsprachigen Pfarren der Diözese Gurk 1985; Slowenischer Kirchengesang in J. Trummer (Hg.), Kirchenchöre Österreichs 1987; Das Kirchenlied als Identitätsfaktor für die slowenische Volksgruppe in Kärnten in IAH-Bulletin 28/29 (2000/01). – Zahlreiche Beiträge in SK und Cerveni glasbenik.
Tondokumente
TD: Produktionen mit dem Jakob Petelin-Gallus Chor: Bueh vam dobre liete daj (Gott gebe uns ein gutes Jahr), Kako je lep ta kraj (Wie schön ist es hier), Reke mojega življenja (An den Flüssen des Lebens), So jasli dom Boga (Krippenlieder), Psalmenkantate Žena-Mati (Frau und Mutter) 2000.
Werke
Gurker Jubiläumsmesse 1972, Maša „Pridi Sveti Duh“, Missa „Te Deum laudamus“, Adolf Kolping Messe 1980, Mladinska maša (Jugendmesse im Kanon), Sveta maša na dan prvih obljub (Messe zum Tag der Gelübde), „Reke mojega življenja“ (Vesper f. Chor, Bläser u. Soli zu Ehren des Seligen Bischofs Anton Martin Slomšek); zahlreiche Messproprien und Psalmenlieder, Psalmenkantate Žena-Mati (Frau und Mutter) ) 2000, Emmaus-Gesänge 2000, Recital „O tebi pojem pomlad“ (Vom Frühling singe ich) f. Sprecher, Chor, Kinderchor u. Instrumente 2004, Sončni spev sv Frančiška Sonnengesang des hl. Franziskus), über 150 geistl. und weltl. Lieder, am Bekanntesten; Krška Hema, sveta žena (Hemma von Gurk, heilige Frau), Koroški Capriccio f. 4 Bläser 1995.
Literatur
J. Trummer, Kirchenchöre Österreichs 1987; SK 43 (1996), 113; Berichte in SK; eigene Recherchen; pers. Mitt. J. R.

Autor(en)
Franz Karl Praßl
Empfohlene Zitierweise
Franz Karl Praßl, Art. „Ropitz, Joseph (Jože)‟, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, Zugriff: ().

[Letzte inhaltliche Änderung: 06/05/2001]